Giuliani: Trump bleibt im Rennen um US-Präsidentschaft
Washington (APA/Reuters) - US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump wird trotz der parteiinternen Rebellion wegen seiner frauenverachtenden ...
Washington (APA/Reuters) - US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump wird trotz der parteiinternen Rebellion wegen seiner frauenverachtenden Aussagen nicht das Handtuch werfen. Dies betonte Trumps Vertrauter, der New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, am Sonntag im US-Fernsehen. Trump sei auf das zweite TV-Duell mit Hillary Clinton am Sonntagabend (Ortszeit) vorbereitet und werde auftreten.
Giuliani sagte weiter, dass Trump in der Fernsehdebatte auch die Rolle seiner Kontrahentin in den Sexskandalen um Ex-Präsident Bill Clinton thematisieren könnte. Bei beiden Kandidaten gebe es Aspekte des Privatlebens, die „beschämend“ seien, meinte der republikanische Bürgermeister in Anspielung auf Vorwürfe, Hillary Clinton habe die Geliebten ihres Ehemannes eingeschüchtert.
Trump ist massiv unter Druck geraten, nachdem am Freitag ein Video aus dem Jahr 2005 bekannt geworden war, in dem er sich des Grapschens rühmt und meint, dass er sich als Promi bei Frauen alles erlauben könne. Außerdem schilderte er in vulgären Worten, wie er eine verheiratete Frau ins Bett bekommen wollte. In US-Medien meldeten sich daraufhin mehrere Frauen, die sexuelle Übergriffe durch Trump schilderten.
Der US-Sender CNN veröffentlichte am Samstag auch mehrere ältere Gespräche Trumps mit dem Radiomoderator Howard Stern, die gespickt mit frauenverachtenden Äußerungen waren. Trump stimmte sogar zu, als Stern seine Tochter Ivanka Trump mit einem vulgären Ausdruck („piece of ass“) zum Sexobjekt machte, und beteiligte sich auch an einer Diskussion über eine mögliche Brustvergrößerung seiner Tochter. Giuliani sagte, diese Aussagen seien „nicht richtig“ gewesen, aber Trump sei damals auch noch nicht Präsidentschaftskandidat gewesen.
Zahlreiche führende Republikaner, einschließlich Trumps eigener Vizekandidat Mike Pence und Parlamentspräsident Paul Ryan, haben sich in scharfen Worten von den Aussagen des rechtspopulistischen Kandidaten distanziert. Mehrere Senatoren, Abgeordnete und Gouverneure riefen Trump zum Rücktritt auf und kündigten an, bei der Wahl am 8. November für Mike Pence stimmen zu wollen.
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