Weltpolitik

Kolumbiens Präsident Santos will Nobelpreisgeld an Opfer spenden

Der kolumbianische Präsident und frischgebackene Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos.
© APA/AFP/COLOMBIAN PRESIDENCY/JUA

„Der Friedensnobelpreis gehört den Kolumbianern, vor allem jenen, die im Krieg gelitten haben“, schrieb der Staatschef am Sonntag auf Twitter.

Bojayá - Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos will das Nobelpreisgeld den Opfern des Bürgerkriegs in seinem Land spenden. „Der Friedensnobelpreis gehört den Kolumbianern, vor allem jenen, die im Krieg gelitten haben“, schrieb der Staatschef am Sonntag auf Twitter. „Mit meiner Familie habe ich entschieden, das Geld den Opfern zu spenden.“

Am Freitag war dem kolumbianischen Präsidenten für seine Bemühungen um einen Frieden mit der Guerillaorganisation Farc der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von acht Millionen Schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert.

Santos besuchte am Sonntag die Ortschaft Bojayá im Nordwesten des Landes. In dem Dorf verübten die Farc eines der schwersten Massaker in der Geschichte des jahrzehntelangen Konflikts. Bei Gefechten mit rechten Paramilitärs 2002 detonierte ein Sprengsatz der Rebellen in der Kirche von Bojayá, in der die Dorfbewohner Schutz gesucht hatten. Bei dem Angriff kamen 79 Zivilisten ums Leben, über 100 Menschen wurden verletzt. (dpa)