Hofer: Mit Präsident Nikolic staatspolitische Themen besprochen

Belgrad/Wien (APA) - Die Gespräche des FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer mit dem serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic am Mittw...

Belgrad/Wien (APA) - Die Gespräche des FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer mit dem serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic am Mittwoch in Belgrad waren staatspolitischen Themen gewidmet. Die Parteienkontakte seien nicht besprochen worden, sagte Hofer nach dem Treffen mit Serbiens Staatschef gegenüber der APA. Der Besuch sei auch keine wahltaktische Angelegenheit gewesen.

„Wenn ich Präsident werde, will ich keine Zeit verlieren und schon vorher Kontakte knüpfen, damit wir sofort mit der Arbeit beginnen können“, erläuterte Hofer allerdings. Hofer reise nicht als Präsidentschaftskandidat und auch nicht als Dritter Nationalratspräsident nach Serbien, sondern als österreichischer Politiker, hatte es im Vorfeld aus seinem Büro geheißen.

Zu Spekulationen, dass die FPÖ im laufenden Wahlkampf um Stimmen von österreichischen Bürgern mit serbischen Wurzeln bemüht sei, meinte Hofer, dass „für uns die serbischen Freunde in Österreich sehr bedeutend“ seien. Beim Besuch in Belgrad ginge es aber um keine wahltaktische Frage. Er habe nämlich auch andere Staaten wie etwa Kroatien und die Tschechische Republik besucht.

Die FPÖ hatte vor Jahren mit der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei, als Nikolic ihr Vizevorsitzender war, eine Zusammenarbeit vereinbart. Unterdessen hatte sich der als Nationalist geltende Nikolic von den Ultranationalisten abgewandt und 2008 die derzeit regierende Serbische Fortschrittspartei (SNS) gegründet. Unter großer Betonung seiner Liebe zu Russland tritt Nikolic seitdem für eine EU-Eingliederung Serbiens ein.

Die Stabilität im Westbalkan sei ein großes Anliegen Österreichs und der Europäischen Union. Die Gespräche mit Nikolic seien sehr freundschaftlich und in einer sehr guter Atmosphäre verlaufen. Man habe die Zukunft Serbiens in der Europäischen Union besprochen, auch der Wahlausgang in den USA sei zur Sprache gekommen. Man sei sich einig gewesen, dass es gelte, die guten gegenseitigen Beziehungen zwischen Österreich und Serbien weiter zu intensivieren, so Hofer.