Explosion in St. Johann durch Brandbeschleuniger ausgelöst

Nach der tödlichen Explosion am Dienstagabend haben die Ermittler die Unglücksursache gefunden. Auch der Tote konnte identifiziert werden.

Die Ermittler waren am Mittwoch noch am Unglücksort im Einsatz und konnten die Brandursache klären.
© ZOOM.TIROL

St. Johann – Brandbeschleuniger löste die verheerende Explosion in einem Mehrparteienhaus am Dienstagabend in St. Johann aus. „In der Wohnung hat der Polizeidiensthund mehrmals auf Brandbeschleuniger angezeigt“, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online. Zudem seien mehrere Kanister in den Räumen gefunden worden. „Offenbar kam es durch den Brandbeschleuniger zu dem Feuer.“ Ob es Absicht oder doch ein tragischer Unfall war, können die Ermittler aber nicht mehr restlos klären.

Auch die Identität des Toten ist seit Mittwochnachmittag geklärt: Es handelt sich um einen 35-jährigen Mann. Er lebte allein in der Wohnung im Erdgeschoss, in dem es zu der Explosion kam. Die Obduktion seiner Leiche wurde angeordnet, ist aber noch nicht abgeschlossen.

Bewohner dürfen noch nicht zurück ins Gebäude

Im so genannten „Kashaus“ nahe des St. Johanner Bahnhofs war am Dienstag kurz nach 19 Uhr erst ein Feuer ausgebrochen. Anschließend war es zu einer Explosion gekommen. Durch die starke Rauchentwicklung waren elf Bewohner des Mehrparteienhauses verletzt worden. Sie wurden zunächst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das naheliegende Krankenhaus gebracht. Am Mittwoch konnten alle das Spital wieder verlassen.

Das Gebäude war am Abend evakuiert und gesperrt worden. Die Bewohner können vorerst noch nicht zurück. „Die Gemeinde hat einen Gutachter bestellt, um die Statik des Hauses zu prüfen“, erklärte die Polizeisprecherin. Wann die Untersuchung abgeschlossen sein wird, sei nicht bekannt. (smo)

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