Stichwort: Hungerödem

Wien (APA) - Das Hungerödem, wie es bei Kindern in Tansania wegen unzureichender oder einseitiger Ernährung auftreten kann, ist die Folge ei...

Wien (APA) - Das Hungerödem, wie es bei Kindern in Tansania wegen unzureichender oder einseitiger Ernährung auftreten kann, ist die Folge einer nur mangelhaften Versorgung mit Eiweißen (Proteinen). Charakteristisch für die Krankheit ist der sogenannte Hungerbauch, der durch Wassereinschlüsse vor allem in diesem Bereich des Körpers und eine vergrößerte Leber hervorgerufen wird. Die Haare der Kinder werden hell und fallen letztlich aus.

Eine andere Bezeichnung für das Hungerödem ist „Kwashiorkor“. Das Wort stammt aus der in Ghana gesprochenen Ga-Sprache und bedeutet „die Krankheit, die ein Kind bekommt, wenn das neue Baby kommt“. Dies und der alte deutsche Begriff „Mehlnährschaden“ verweist darauf, dass es vermehrt in der Phase, wenn das Kleinkind der Muttermilch entwöhnt wird und beginnt, Getreidenahrung zu essen, zum Hungerödem kommt.

Zu den Auswirkungen der Erkrankung gehören auch Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen und auf Seite der Psyche: Teilnahmslosigkeit. Abhilfe schafft eine Rückkehr zu protein-, vitamin- und mineralstoffreicher Nahrung. Dies muss allerdings allmählich erfolgen, weil sonst der Stoffwechsel überfordert wird.


Kommentieren