Betreut wohnen und mobile Pflege als Trend

Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg zieht eine kleine Halbzeitbilanz für den Bezirk Imst: „Der Druck auf stationäre Pflegeplätze nimmt tirolweit ab.“

© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst –Derzeit tourt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg durch die Bezirke, um die Werbetrommel für die neue Pflegeausbildung, die ab 2019 auch in Zams und Reutte angeboten wird, zu rühren. Die drei Säulen Bachelor (3 Jahre), Pflege-Fachassistenz (2 Jahre) und Pflege-Assistenz (1 Jahr) schließen für den Gesundheitsreferenten den Kreis, wenn man die aktuelle Situation betrachte. Auf der einen Seite kämpfe man mit wachsendem Ärztemangel, auf der anderen Seite sind chronische Erkrankungen im Kommen.

Eine wesentliche Schiene stellt dabei der Strukturplan Pflege von 2012 dar, der die Bedürfnisse des Landes und seiner Bezirke in der Ausstattung und Aufrüstung bis 2022 betrifft. „Nächstes Jahr wird zur Halbzeit evaluiert“, so Tilg bei seinem Besuch in Imst. Im Gepäck hatte er dennoch aktuelle Zahlen. Und da spricht der Gesundheitslandesrat in Imst aufgrund der Ausgewogenheit von einer bisherigen „Punktlandung“.

Zehn Pflegeheime im Bezirk verfügen insgesamt über 427 stationäre Wohn- und Pflege­plätze. „Hier liegen wir 79 Plätze unter dem anvisierten Stand, der für das Jahr 2022 geplant ist“, so Tilg. Aber „der Druck auf stationäre Pflegeplätze nimmt tirolweit ab“.

„Sensationell angenommen“ werden hingegen die mobilen Dienste: 66.593 Betreuungsstunden wären hier als Endausbauziel im Bezirk vorgesehen gewesen, „wir haben jetzt schon 72.000“. Auch bei der Tagespflege ist man mit 28 Plätzen schon über dem Wunschziel, das 2012 formuliert wurde. „Diese Bereiche werden überarbeitet“, kündigt Tilg an, „es wird hier wohl mehr brauchen.“ Für die Kurzzeitpflege sollten noch zehn Plätze geschaffen werden.

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Was ebenfalls ansteht, das ist die klare Formulierung von Richtlinien für betreutes Wohnen, das von Gemeinden stark nachgefragt werde. Tilg kündigt dafür künftig die Voraussetzung eines „angestellten Kümmerers“ an. „Es geht um eine Pflegefachperson, damit die Betreuungsqualität gewährleistet ist“, betont Tilg. Um schließlich festzustellen: „Und damit schließt sich wieder der Kreis mit der neuen Form der Pflegeausbildung.“


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