„Digitales Dorf“ soll aufs Land locken

Wien – Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will die Österreicher am Land behalten. Dem Trend der Abwanderung in die Städte möchte er mit ...

Flankiert von Landeshauptmann Platter (l.) und Gemeindebund-Präsident Mödlhammer (r.) will Umweltminister Rupprechter das Leben am Land attraktiver machen. Bis Mitte 2017 soll es einen Masterplan geben.Foto: BMLFUW

Wien –Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will die Österreicher am Land behalten. Dem Trend der Abwanderung in die Städte möchte er mit verschiedenen Maßnahmen entgegenwirken. Dazu zählen sowohl der Ausbau des schnellen Internets als auch die Verlagerung von Behörden von Wien in die Regionen. Die Dezentralisierung der Bundesstellen soll mehr Arbeitsplätze am Land bringen, hofft er.

Rupprechter will, dass zwei Drittel der Breitbandmilliarde in den ländlichen Raum fließen. Das „digitale Dorf“ soll das Leben am Land attraktiver machen. Ein weiterer Fokus ist die Frauenförderung. Stichwort: Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten.

Rupprechter will auch das Ehrenamt stärken und fordert dafür rechtliche Vereinfachungen. Er sei diesbezüglich bereits im Gespräch mit Justizminister Wolfgang Brand­stetter (ÖVP). Bis Mitte 2017 soll ein Masterplan vorliegen. Rückendeckung für all diese Maßnahmen erhält der Minister aus den Ländern und Gemeinden.

„Als Vorsitzender in der Landeshauptleute-Konferenz im kommenden Jahr werde ich das unterstützen“, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bei der gemeinsamen Präsentation mit Rupprechter und Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer.

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Platter sieht den Breitbandausbau genauso wichtig wie einst den Straßenbau. Noch gebe es aber keine Landflucht in Tirol. Das sei unter anderem dem Tourismus zu verdanken. Um die Tiroler auch weiterhin am Land zu behalten, gebe es Förderprogramme für „Problemregionen“, so Platter. Mödlhammer zeigte sich erfreut über den Rupprechter-Vorstoß und hofft auf Ergebnisse. (sas)


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