Trump spricht auf Suche nach Außenminister mit Ex-General Petraeus

Washington (APA/AFP/dpa) - Auf seiner Suche nach einem Kandidaten für den Posten des Außenministers hat der designierte US-Präsident Donald ...

Washington (APA/AFP/dpa) - Auf seiner Suche nach einem Kandidaten für den Posten des Außenministers hat der designierte US-Präsident Donald Trump nun auch den früheren General David Petraeus ins Auge gefasst. Nach einem Gespräch mit Petraeus an seinem New Yorker Firmensitz zeigte sich Trump am Montag „sehr beeindruckt“, wie er über den Onlinedienst Twitter erklärte.

Auch Petraeus sprach von einem „sehr guten Treffen“. Trump habe dabei „ein großes Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen“ demonstriert, sagte Petraeus nach dem Gespräch. Der Ex-General hatte vergangene Woche in einem Interview erklärt, er stünde für einen Posten in Trumps Regierung zur Verfügung, wenn er gefragt würde.

Petraeus zählt zu den prominentesten Militärs in den USA. Er war Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, der NATO-Kräfte in Afghanistan und Chef des US-Zentralkommandos. 2012 trat er als Chef des Auslandsgeheimdiensts CIA zurück, weil er einer Geliebten vertrauliche Informationen weitergegeben hatte. Dafür wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.

Am Dienstag wollte Trump seine Gespräche über die Berufung für das State Department fortsetzen. Geplant war ein zweites Treffen mit dem früheren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Gegen Romney gibt es allerdings unter Trumps engsten Beratern starke Vorbehalte, weil er im Wahlkampf zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern des Rechtspopulisten zählte. Erst am Sonntag hatte Trumps enge Beraterin Kellyanne Conway im Sender ABC vor Romney als Außenminister gewarnt.

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Ebenfalls am Dienstag wollte Trump den republikanischen Senator Bob Corker treffen. Er ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat. Als weiterer Anwärter für den Spitzenposten im Außenamt gilt seit längerem New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani, der ein früher Unterstützer Trumps ist.

Für das Amt des US-Gesundheitsministers hat Trump Medienberichten zufolge Tom Price auserkoren, der als entschiedener Gegner der von US-Präsident Barack Obama eingeführten allgemeinen Krankenversicherung gilt. Er könnte demnach am Dienstag offiziell ernannt werden.

Nach Ansicht von Price, der als orthopädischer Chirurg tätig ist, hindere die Gesundheitsreform von 2010 Ärzte und Patienten, medizinische Entscheidungen zu treffen. Trump hatte zuletzt erklärt, er wolle die im Wahlkampf scharf kritisierte Reform doch nicht ganz abschaffen. Einige Teile davon werde er übernehmen, sagte er im „Wall Street Journal“. Als Kandidat hatte er „Obamacare“ als „Katastrophe“ bezeichnet und angekündigt, sie „als erstes“ rückgängig zu machen.

„Obamacare“ macht eine Krankenversicherung für alle zur Pflicht. Wer sie sich nicht leisten kann, erhält Zuschüsse. Nach Angaben der Obama-Regierung hat die Reform mit allen ihren Facetten insgesamt zusätzlich 20 Millionen Menschen eine Krankenversicherung gebracht.

Der designierte Vize-Präsident Mike Pence sagte vor Journalisten, am Dienstag sei mit mehreren wichtigen Mitteilungen zu rechnen. Er heizte damit die Spekulationen über die mögliche Ernennung weiterer Kabinettsmitglieder an. Trump macht seine Kabinettsbildung spannend wie einen Krimi.


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