Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend schwächer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Dienstag mehrheitlich Verluste eingehandelt. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 49,...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Dienstag mehrheitlich Verluste eingehandelt. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 49,85 Zähler oder 0,27 Prozent auf 18.307,04 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 93,50 Zähler (minus 0,41 Prozent) auf 22.737,07 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen 5,92 Punkte oder 0,18 Prozent auf 3.282,92 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich ohne klare Richtung. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.393,43 Zählern mit plus 43,26 Punkten oder 0,16 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 12,1 Zähler oder 0,22 Prozent auf 5.520,50 Einheiten.

Auch an Asiens Aktienmärkten machte sich somit Zurückhaltung breit, was Börsianer auf zahlreiche vielbeachtete Ereignisse im weiteren Wochenverlauf zurückführen. So werden ab Mittwoch in Wien die Mitgliedsländer des Ölkartells OPEC einmal mehr über etwaige Produktionsgrenzen verhandeln. Zudem wird in Italien am Sonntag das Verfassungsreferendum abgehalten, in den USA wird am Freitag der Arbeitsmarktbericht für November publiziert.

All diese Faktoren können jedoch die Stimmung an den chinesischen Börsen momentan kaum trüben. So hat der Shanghai Composite Index seinen Monatsgewinn mittlerweile auf 5,9 Prozent ausgebaut, chinesische Aktien steuern auf ihr größtes Monatsplus seit März zu.

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Eine Ursache dafür ist laut Beobachtern, dass die chinesische Zentralbank in einigen Regionen aus Angst vor platzenden Immobilienpreisblasen Hypothekarkredite stark begrenzt. „Einiges von der Überschüssigen Liquidität fließt nun in den Aktienhandel“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg einen Marktteilnehmer.

Zudem stützt weiterhin die ab 5. Dezember in Kraft tretende Vernetzung der Aktienbörsen in Hongkong und Shenzen einige Wertpapiere. So erreichten die Papiere des Haushaltselektronik-Herstellers Midea mit plus 4,48 Prozent ihr Rekordhoch, jene der Spirituosenhersteller Wuliangye Yibin (plus 3,52 Prozent) und Luzhou Laojiao (plus 3,17 Prozent) zogen ebenfalls deutlich an.

In Südkorea rutschten die Indizes kurz vor Sitzungsende noch leicht ins Minus, der Kospi 50 Index kippte mit 0,21 Prozent in die Verlustzone. Die wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck stehende Präsidentin Südkoreas, Park Geun-hye, hatte kurz vor Handelsschluss im Fernsehen ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Rücktritt erklärt. Sie werde das Amt räumen, sobald ein Weg zur Übergabe der Regierung geschaffen sei, der nach einer Diskussion von Regierungs- und Oppositionsparteien Stabilität garantiere und ein Machtvakuum vermeide, sagte Park.


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