IS reklamiert Attacke an Universität in Ohio für sich

Elf Menschen werden verletzt, als ein Mann in Ohio mit seinem Wagen in eine Gruppe vom Leuten fährt und anschließend ein Messer zieht. Einen Tag später sagt der Islamische Staat: Das geht auf unser Konto.

Ein Student war in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an.
© APA/AFP/PAUL VERNON

Columbus (Ohio) – Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert die Attacke an einer Universität im US-Bundesstaat Ohio für sich. Der Angreifer sei ein „Soldat des Kalifats“ gewesen, berichtete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag unter Berufung auf eine „Sicherheitsquelle“ des IS.

Ähnliche Formulierungen hatten die Jihadisten zuletzt verwendet, wenn ein Anschlag nicht vom IS geplant war, der Angreifer aber Beziehungen zur Terrormiliz hatte.

Elf Verletzte

Ein Student der Ohio State University war am Montag in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus in Columbus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Elf Menschen wurden verletzt. Die Polizei hatte erklärt, sie untersuche auch Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Die Ermittler gaben den Namen des Mannes mit Abdul Razak Ali Artan (18) an. Medienberichten zufolge stammt er aus Somalia.

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Angreifer getötet

Den Berichten zufolge hatte der Mann vor seiner Attacke eine gegen die USAgerichtete politische Botschaft in sozialen Netzwerken gepostet. Darin forderte er die USAauf, ihre Einmischung in muslimischen Staaten zu beenden. „Wir sind nicht schwach, denkt daran“, schrieb er nach Angaben des Senders CNBC. „Wir werden euch nicht schlafen lassen, ehe ihr den Muslimen nicht Frieden gewährt.“

Die Botschaft, vermutlich auf seiner Facebook-Seite, erschien wenige Minuten vor seiner Attacke, inzwischen sei die Seite aber blockiert, berichtete der Sender ABC.

Der Angreifer wurde nach Angaben der Polizei binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten getötet. Die Verletzten werden wegen Stich- oder Schnittverletzungen behandelt, andere wegen Blessuren nach dem Zusammenprall mit dem Auto. (APA/dpa)


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