Heer bildet mit deutscher Bundeswehr für Auslandseinsätze aus

Enns/Wien (APA) - Eines der größten Kooperationsprojekte des Bundesheeres auf dem Schulungssektor feierte am Mittwoch sein zehnjähriges Best...

Enns/Wien (APA) - Eines der größten Kooperationsprojekte des Bundesheeres auf dem Schulungssektor feierte am Mittwoch sein zehnjähriges Bestehen. Die Heerunteroffiziersakademie (HUAK) in Enns und die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der deutschen Bundeswehr in Hannover arbeiten bei der Ausbildung von Offiziersanwärtern bereits seit 2006 zusammen, hieß es in einer gemeinsamen Pressekonferenz in der oö. HUAK.

Bisher absolvierten rund 350 deutsche Soldaten in Oberösterreich spezielle Lehrgänge, die gleiche Anzahl österreichischer Kollegen war für einzelne Module in Deutschland. Anstoß für die Zusammenarbeit gab die bereits „gelebte Realität bei internationalen Friedenseinsätzen“, erklärte Oberst Dirk Waldau aus Hannover. Nach dem Motto „gemeinsam für die Sicherheit Europas“ werden die angehenden Offiziere länderübergreifend vorbereitet. So werden etwa anhand vergangener Auslandseinsätze Szenarien für multinationale Bataillons erarbeitet, erläuterte Brigadier Nikolaus Egger aus Enns. Ein Fokus werde dabei in Zukunft auf der Vermittlung von „Military English“ liegen, meinte Oberst Andreas Schiffbänker, der an der HUAK Soldaten für den Stabsdienst ausbildet.

Derzeit sind 50 Offiziersanwärter aus Hannover in Enns, sieben von ihnen sind Frauen. Generell steige auch im österreichischen Heer der Frauenanteil langsam. Die im Frühjahr gestartete Personaloffensive des Verteidigungsministers Hans Peter Doskozil (SPÖ) zeige laut Egger jedenfalls Wirkung. So seien von jenen 683 Soldaten, die im September in die Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier eingetreten sind, immerhin schon 45 Frauen.


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