Innsbrucker Festwochen rücken 2017 Frauen in den Mittelpunkt

Innsbruck (APA) - Unter dem Motto „Die Liebe, sprach sie...“ rücken die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2017 mutige Opernheldinnen, l...

Innsbruck (APA) - Unter dem Motto „Die Liebe, sprach sie...“ rücken die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2017 mutige Opernheldinnen, legendäre Frauengestalten der Mythologie und Musikerinnen von einst und heute in den Mittelpunkt. Zudem soll auch der im kommenden Jahr anstehende 450. Geburtstag Monteverdis gebührend gefeiert werden, teilten die Verantwortlichen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit.

Bereits im Monteverdi-Jahr 1993, zum 350. Todestag des berühmten Komponisten, hatte der frühere Künstlerische Leiter der Festwochen, Rene Jacobs, die Aufführung von Monteverdis Oper „Il ritorno d‘Ulisse in patria“ geleitet. Der heutige Intendant Alessandro De Marchi wirkte damals erstmals als Cembalist bei den Festwochen mit. 24 Jahre später wird nun De Marci selbst dieselbe Oper in Innsbruck dirigieren. Ganz getreu dem Motto stehe dabei Penelope als starke Frau im Mittelpunkt des Geschehens, meinte De Marci.

Auch in den beiden weiteren szenischen Opernproduktionen des Festwochensommers würden „beeindruckende Frauengestalten“ im Vordergrund stehen, so der künstlerische Leiter. Bei der „Barockoper:Jung“, die vollständig mit Sängern des Cesti-Wettbewerbs 2016 besetzt ist, steht Neros Ehefrau Octavia in Reinhard Keisers „Die römische Unruhe, oder Die edelmütige Octavia“ im Mittelpunkt. In der Ballettoper „Pygmalion“ des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau ist die modellierte Muse des Künstlers Pygmalion die zentrale Figur der Handlung. Dabei wird Christophe Rousset mit dem Ensemble Les Talens Lyriques erstmals bei den Festwochen als Operndirigent zu erleben sein.

Das Konzertprogramm der Festwochen 2017 widmet sich ganz dem „Jubilar“ Monteverdi. Rinaldo Alessandrini wird mit seinem Ensemble Concerto Italiano Monteverdis „Marienvesper“ aufführen. Den Reigen der Ambraser Schlosskonzerte eröffnen die österreichische Lautenistin Christina Pluhar und ihr Ensemble L‘Arpeggiata mit dem Programm „Teatro d‘Amore“. Dieses fokussiere Monteverdis weltliche Madrigale, die hauptsächlich am Hof des Fürsten Gonzaga in Mantua komponiert worden waren.

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2017 soll jedoch nicht nur der 450. Geburtstag Monteverdis, sondern auch der 450. Jahrestag des Einzuges Erzherzog Ferdinands II. in Innsbruck als Herrscher Tirols gefeiert werden. Eigens an einem Festtag für Ferdinand erklingen mit dem Ensemble Cinquecento Madrigale und Motetten von Komponisten, die dem Regenten Musiksammlungen widmeten und mit ihm in enger Verbindung standen.

2016 konnten die Festwochen eine Gesamtauslastung von 97 Prozent verzeichnen. Die Besucheranzahl war gegenüber dem Vorjahr um rund 5.700 Personen gestiegen. Die Gesamtbesucherzahl betrug somit rund 26.400 Personen. Damit machten die Festwochen 2016 an der Kassa einen Umsatz von rund 350.000 Euro, sagte Geschäftsführer Markus Lutz.

(S E R V I C E - www.altemusik.at)


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