Künftige US-Minister würdigen die von Trump attackierte Fed-Chefin

Washington (APA/Reuters) - Nach verbalen Attacken auf die US-Notenbankchefin im Wahlkampf kommen aus dem Lager des künftigen Präsidenten Don...

Washington (APA/Reuters) - Nach verbalen Attacken auf die US-Notenbankchefin im Wahlkampf kommen aus dem Lager des künftigen Präsidenten Donald Trump nun versöhnlichere Töne. Der als Finanzminister vorgesehene frühere Investmentbanker Steven Mnuchin lobte Fed-Präsidentin Janet Yellen am Mittwoch: „Sie hat gute Arbeit geleistet“, sagte er dem Sender CNBC.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Yellen nach Ablauf ihrer Amtszeit 2018 nicht für weitere vier Jahre nominieren zu wollen. Der Republikaner warf ihr vor, die Zinsen auf Geheiß des amtierenden demokratischen Präsidenten Barack Obama künstlich niedrig zu halten, um das Platzen einer Preisblase an der Wall Street während dessen Amtszeit zu verhindern. Yellen solle sich dafür „schämen“, was sie dem Land antue. Er sei jedoch „kein Feind“ von Yellen, sagte er bei anderer Gelegenheit.

Auch der künftige Handelsminister Wilbur Ross wählte lobende Worte: Yellen sei mit einer schwierigen Situation konfrontiert gewesen und habe einen „ziemlich guten Job“ gemacht. Zur Frage, ob Yellen ihre Amtszeit an der Spitze der Fed bis Anfang Februar 2018 ableisten sollte, wollte er sich im Gespräch mit CNBC jedoch nicht äußern. Die Notenbank in den USA ist in ihrer Geldpolitik unabhängig von der Politik. Yellen hat auch nach Ablauf ihres Mandats als Fed-Chefin die Möglichkeit, als einfaches Direktoriumsmitglied weiter zu arbeiten, ohne dass die Regierung dies verhindern könnte. Ihr 14-jähriges Mandat im Direktorium endet am 31. Jänner 2024.

~ WEB http://www.federalreserve.gov/ ~ APA418 2016-11-30/15:23


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