Pädophilie-Skandal: Schwere Vorwürfe gegen Top-Klub Chelsea

Die Verantwortlichen des englischen Spitzenklubs sollen Schweigegeld gezahlt haben.

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© Keystone

London – Ein Skandal erschüttert Englands Fußballwelt. Vier Fußballer, darunter zwei ehemalige Nationalspieler, haben kürzlich öffentlich erklärt, in ihrer Jugend von ihrem Trainer vergewaltigt worden zu sein. Nun ist auch Chelsea in mindestens einem Fall vom Pädophilie-Skandal in Englands Profifußball betroffen. Eddie Heath, erfolgreicher Chef-Scout in den 1970er-Jahren, soll seinerzeit einen Nachwuchsfußballer sexuell genötigt und missbraucht haben. Die Untersuchung gilt jedoch nicht dem mittlerweile verstorbenen Heath, sondern dem renommierten Verein selbst.

Chelseas Verantwortliche sollen nämlich dem Pädophilie-Opfer ein Schweigegeld gezahlt haben, berichtete der „Daily Telegraph“ am Dienstag. Laut einer vor dem Artikel veröffentlichten Erklärung hat der Londoner Spitzenclub, der nach 13 Runden englischer Tabellenführer ist, inzwischen eine Rechtsanwaltskanzlei mit Ermittlungen zu dem Vorfall beauftragt. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, muss Chelsea mit schweren Sanktionen rechnen.

Wie die Times und der Daily Telegraph bereits am Mittwoch übereinstimmend berichteten, soll der FC Chelsea einem ehemaligen Jugendspieler des Klubs erst in den letzten drei Jahren ein Schweigegeld bezahlt haben. Der Kicker soll gedroht haben, öffentlich über sein Martyrium unter dem früheren Chefscout Eddie Heath zu berichten. Heath, von 1968 bis 1979 in dieser Rolle aktiv und inzwischen verstorben, hat zahlreiche prominente Profis entdeckt, darunter den späteren England-Kapitän Ray Wilkins.

Wilkins verteidigte Heath als „großartigen Typen“, die „Times“ jedoch zitierte einen namentlich nicht genannten Jugendspieler aus den 1970er-Jahren so: „Jeder sagte: Lass dich nicht von ihm unter der Dusche erwischen oder nach Hause fahren. (APA, AFP, sda, TT.com)

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