Privatisierung des griechischen Gasnetz-Betreibers Desfa gescheitert

Athen (APA/Reuters) - Das schuldengeplagte Griechenland hat bei seinen Privatisierungsbemühungen einen Rückschlag einstecken müssen. Der Ver...

Athen (APA/Reuters) - Das schuldengeplagte Griechenland hat bei seinen Privatisierungsbemühungen einen Rückschlag einstecken müssen. Der Verkauf von zwei Dritteln der Anteile des Gasnetz-Betreibers Desfa an die staatliche aserbaidschanische Socar für 400 Millionen Euro sei gescheitert, teilte das griechische Energieministerium am Mittwoch mit.

Grund sei gewesen, dass Socar den Preis habe drücken wollen. Deshalb habe man das Geschäft absagen müssen. Über die nächsten Schritte wolle die Regierung in den nächsten Tagen entscheiden. Für Desfa hatte sich nach Angaben vom Frühjahr unter anderem auch die italienische SN interessiert. Der geplante Desfa-Verkauf war schon einmal, Anfang 2015, von der damals neuen Tsipras-Regierung abgesagt worden, auch damals war mit Socar verhandelt worden.

Athen hat den internationalen Geldgebern im Gegenzug für das voriges Jahr vereinbarte dritte Hilfsprogramm zugesagt, bis 2022 insgesamt 14 Milliarden Euro durch Privatisierungen einzunehmen. Griechenland kann sich nach Worten von ESM-Chef Klaus Regling keinerlei Hoffnungen auf einen Schuldenerlass durch seine Euro-Partner machen.


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