Fiat-Erbe soll eigene Entführung vorgetäuscht haben

Lapo Elkann muss sin in New York vor Gericht verantworten. Mit einer vorgetäuschten Entführung soll er versucht haben, Lösegeld bei Verwandten zu erschleichen.

Fiat-Erbe Lapo Elkann.
© AFP/Andreas Solaro

New York – Weil er seine Entführung vorgetäuscht haben soll, droht dem Fiat-Erben Lapo Elkann eine bis zu zweijährige Haftstrafe in den USA. Der 39-jährige Unternehmer und Enkel des 2003 verstorbenen Fiat-Chefs Giovanni Agnelli muss sich am 25. Jänner in Manhattan vor Gericht verantworten.

Elkann habe sich Lösegeld bei Verwandten erschleichen wollen, nachdem ihm bei einer ausschweifenden Party das Geld ausgegangen war, lautet der Vorwurf der Ermittler. Das Geld hätte ihm zum Erwerb weiterer Drogen dienen sollen. Die Verwandten alarmierten jedoch die Polizei. Diese nahm Elkann vorübergehend fest.

Der Fall wirkte sich negativ auf die Aktien von Elkanns Lifestyle-Firma „Italia Independent“ an der Mailänder Börse aus. Das Unternehmen ist vor allem wegen der Produktion von Brillen und Kleidern bekannt.

Lapo Elkann, exzentrischer Bruder des Verwaltungsratspräsidenten von Fiat Chrysler (FCA), John Elkann, hatte bereits 2005 wegen seinen Beziehungen zu Transsexuellen für Eklat gesorgt. Damals war er wegen einer Kokainvergiftung in ein Turiner Krankenhaus eingeliefert worden und hatte mehrere Tage im künstlichen Koma verbracht. Lapo Elkann war selbst an der Fiat-Führung beteiligt, bis er 2007 ausschied. (APA)

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