Super-Mario setzt auf die liebe Familie

Die Chemie im Team ist einzigartig, der Dezember mit 13 Spielen heiß. In Graz wartet heute auf Mario Huber und Co. die nächste Prüfung.

Heiß auf mehr – Juwel Mario Huber will heute in Graz und morgen in Laibach den Lauf der Innsbrucker Haie fortsetzen.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Es mutet fast ein wenig skurril an, wenn Mario Huber mit den Schultern zuckt und sagt: „In den letzten Spielen ist es mir nicht so gelaufen. Da war ich persönlich nicht so zufrieden.“ Oder es lässt sich als Ausdruck des höheren Anspruchs definieren, der im Haifischbecken längst alle ereilt hat.

Alle wollen mehr, Mario Huber will mehr: „Ich möchte auch als individueller Spieler vorne dabei sein.“ Dabei machte das 20-jährige Eigengewächs schon mit 16 Punkten von sich reden, Coach Rob Pallin schmeißt ihn in vollem Vertrauen im Powerplay oder bei knappen Spielständen (geblockter Schuss zuletzt gegen Dornbirn) voller Vertrauen rein. „Es hat sich bestätigt, dass der Trainer auf mich baut. Und ich habe noch nie so einen Menschen kennen gelernt: Er geht auf die Spieler zu, spricht mit uns und sagt, dass es auch wichtigere Dinge wie Hockey gibt.“ Die Stimmung in der Kabine sei ohnehin einzigartig: „So etwas Familiäres hatte ich noch nie. Es ist, als ob Söhne mit ihren Vätern drinnen sitzen.“

Das Ergebnis (siehe Tabelle) ist bekannt. „Wir müssen in Graz gleich wieder bereit sein. Der Dezember ist mit 13 Spielen sehr wichtig“, weiß Huber. Dass er „Angebote aus Kanada und Österreich“ hat, blendet er gegenwärtig aus, um sich voll auf die Haie zu konzentrieren: „Ich will das genießen, das muss man genießen, das ist nicht selbstverständlich.“

Diese Demut gibt Pallin seiner Mannschaft stets mit auf den Weg. Heute geht’s nach Graz, morgen zu Schlusslicht Laibach: „Wir wollen sechs Punkte.“ Dann wäre Graz wohl endgültig abgehängt. Liga-Topscorer John Lammers (35 Punkte) steigt heute als „Sky Spieler des Monats November“ in den Bus. Das beste Zeichen, wie scharf die Haie im Kollektiv sind. Nur der Einsatz von Fabio Schramm (Leistenprobleme) ist fraglich.


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