Mord in Söll: Eine griechische Tragödie

Dass das Söller Mordopfer durch zehn Schüsse starb, war kein Zufall. Sondern ein Racheakt, weil der Grieche ebenso oft seine Frau verprügelt haben soll.

Der Tatort bei Söll: Hier beendeten zehn Schüsse das Leben des Griechen Antonis C. Offenbar das Werk der Ehefrau und ihres Geliebten.
© ZOOM.TIROL

Von Thomas Hörmann

Söll, München –Der Oberkörper war regelrecht durchsiebt. Als die Innsbrucker Gerichtsmediziner am 8. November die Leiche des zunächst unbekannten Toten obduzierten, entdeckten sie zahlreiche Einschüsse. „Zehnmal hat mein Mandant die Waffe abgefeuert“, schildert Anwalt Georgios Vlachopoulos das Gewaltverbrechen auf dem Parkplatz Steinerne Stiege bei Söll. Und: Die zehn Schüsse seien kein Zufall, sondern genau abgezählt gewesen, erklärt der Grieche, der eine Kanzlei in München betreibt: „Das war ein Racheakt.“ Die Anzahl der Kugeln entsprach der Anzahl der Misshandlungen, denen die deutsche Ehefrau des Opfers und zugleich Geliebte des Mordverdächtigen nach eigenen Angaben ausgesetzt war.

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