UN sprechen mit Russland über humanitäre Korridore aus Ost-Aleppo

Aleppo/Genf (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen sprechen mit Russland über eine mögliche Wiedereröffnung von humanitären Korridoren für die n...

Aleppo/Genf (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen sprechen mit Russland über eine mögliche Wiedereröffnung von humanitären Korridoren für die notleidende Bevölkerung Ost-Aleppos. Nach UN-Angaben hat Russland ein entsprechendes Angebot für vier Korridore gemacht.

„So könnten wir mindestens 400 Verletzte herausbringen, sowie medizinische Versorgung und Lebensmittel hinein“, sagte der UN-Nothilfekoordinator für Syrien, Jan Egeland, am Donnerstag in Genf. Die Situation der eingeschlossenen Menschen sei dramatisch. „Es gibt wohl nirgendwo auf der Welt schutzlosere Menschen als in Ost-Aleppo“, so Egeland.

Besonders wichtig ist es nach UN-Angaben, genügend Unterkünfte in der Umgebung der Stadt in Nordsyrien zu schaffen. In den vergangenen Tagen seien knapp 27.000 Menschen geflohen. Insgesamt gebe es bereits 400.000 Vertriebene in Aleppo, die auf Hilfe angewiesen seien.

Im November seien die Hilfslieferungen fast komplett gescheitert. Nach Angaben Egelands haben nur acht Prozent der Eingeschlossenen Nahrung, Medikamente und Wasser erhalten. „Die Verzweiflung war noch nie so groß. Die Menschen sind müde, unterernährt und ohne jede Hoffnung.“

Kräfte des Regimes schneiden Aleppos Osten seit Anfang September von der Außenwelt ab. Vor der Offensive lebten rund 250.000 Menschen in dem hart umkämpften Stadtteil. Die UN warnten vor einer völligen Zerstörung Ost-Aleppos, sollte das Bombardement weitergehen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA378 2016-12-01/14:27


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