Ein finaler Kraftakt von hohem Wert für Wattens

Die WSG Wattens hat heute (18.30 Uhr) den FAC im „Sechs-Punkte-Spiel“ zu Gast. Im Gernot-Langes-Stadion soll noch einmal der Tiroler Bär steppen.

Wie immer ein großer Hoffnungsträger – auf die Ideen und Torgefahr von Benjamin Pranter setzt Wattens im letzten Heimspiel 2016.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Es ist viel passiert in diesem Kalenderjahr im Hause der WSG Wattens. Tiroler Cupsieger, Regionalliga-Meister, Aufstieg in die Sky Go Erste Liga. Und seit einigen Monaten finden die Heimspiele in der Zweitklassigkeit unter dem errichteten Fernsehturm statt. Große Visionen wie eine eigene Fußball-Akademie sind Präsidentin Diana Langes-Swarovski nicht fern.

Heute will man den treuen Fans wieder ehrliche Hausmannskost servieren. Das reicht von der Kaminwurzen im VIP-Zelt bis auf den Rase­n, wo viele Tiroler wie Routinier Benjamin Pranter den Taktstock schwingen. Der „Benn­i“, neben dem heutigen Gegenspieler Sahanek bester Assistgeber der Liga, soll auch heute die Pässe in die Schnittstellen spielen bzw. selbst den Weg dorthin finden. Wattens wird im Kampf um den Klassenerhalt in den kommenden Monaten auch das ein oder andere „Törchen“ mehr brauchen. Neuzugang Milan Jurdik hängt nach vier Treffern in den ersten sieben Runden seit Wochen etwas durch, das macht den Ausfall von Lukas Katnik doppelt so bitter.

„Vorne waren wir zuletzt ein bisschen stumpf“, weiß Pranter, der ergänzt: „Es wäre aber gut, auch einmal gegen ein Team aus der hinteren Tabellenregion zuzuschlagen.“ Mit Ausnahme des 3:0-Sieges bei BW Linz fuhr die WSG ja alle drei weiteren Saisonsiege gegen den FC Wacker (2) oder den LASK (1) ein. „Wenn uns vor der Saison als erklärter Abstiegskandidat einer gesagt hätte, dass wir da stehen, wo wir jetzt sind, hätten wir sofort unterschrieben“, will Pranter sicher kein Trübsal blasen. Im Wissen, wie wertvoll ein Dreier im letzten Pflichtspiel des Jahres wäre: „Dieses Spiel ist extrem wichtig. Wenn wir gewinnen, hätten wir im Frühjahr eine super Ausgangsposition.“

Coach Thomas Silberberger hielt sich gestern erkrankt im Training auf Distanz zu den Spielern, um keine Ansteckungsgefahr zu erzeugen. Dass die WSG Wattens den Fußball weit hinaus über „Siegen und Verlieren“ definiert, beweist die Trauerminute, die für das brasilianische Fußballteam Chapecoense (Flugzeugabsturz) abgehalten wird. Botschaft: „Die Fußballfamilie hält zusammen.“ Und vielleicht pusht das Publikum die Wattener zum dritten Heimsieg in dieser Saison.


Kommentieren


Schlagworte