2:9 in Graz – Haie kassierten einen Schuss vor den Bug

Der HCI verlor nach drei Siegen in Folge wieder einmal. Und das mehr als deutlich! Auf das 2:9 in Graz folgt am Samstag der Auftritt in Laibach.

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Von Tobias Waidhofer

Graz — Dass der HC Innsbruck bisher einen herausragenden Grunddurchgang gespielt hat, merkt man nicht nur beim Blick auf die Tabelle. Das neue Selbstverständnis demonstrierte auch Philipp Lindner. „Wir schauen nicht auf den Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Ränge. Wir wollen den Rückstand auf das Spitzentrio verringern", meinte der Verteidiger vor dem Spiel in Graz.

Und der Beginn der Haie passte zu den Worten Lindners: Schon nach drei Minuten schoss Nick Ross die Tiroler nach Lammers-Vorlage in Führung. Doch die Steirer schlugen in einem intensiven Startdrittel schnell zurück: Feichtner erlöste die Fans im Merkur-Stadion mit dem Ausgleich (12.). Es war der erste Grazer Heimtreffer nach einer knapp 1000 Minuten andauernden Durststrecke.

Und dieser Treffer schien bei den Steirern etwas ausgelöst zu haben: Die 99ers, die zuvor sechs Spiele nicht mehr gewonnen hatten, übernahmen endgültig das Kommando und wurden belohnt: Ein tolle Kombination über McLean und Woger landete bei Oliver Setzinger, der die Scheibe nur noch einschieben musste — 2:1 für Graz (17.). Das war auch der Endstand nach dem ersten Drittel.

Und was dann folgte, hatten die Tiroler schon lange nicht mehr erlebt: Das 3:1 für Graz durch einen Powerplay-Treffer von McLean (22.) sollte da nur der Anfang gewesen sein: Zusevics (27.), Strohmeier (30.), Feichtner (31.) und Ograjensek (33.) sorgten binnen sechs Minuten für ein 7:1-Torfestival. Schon nach dem zwischenzeitlichen 1:5 war Keeper Chiodo vom Eis geschlichen — als Pirmann das muntere „Haieschießen" mit dem 8:1 fortsetzte, wurde der Kanadier aber wieder für Youngster Manuel Litterbach, der einem nach vier Gegentoren in sechs Minuten fast leidtun konnte, eingetauscht. Äußerst kurios! Mit einem 1:8 ging's ins Schlussdrittel.

Das startete wegen einer Eisreparatur mit Verzögerung. Aber die Haie waren ohnehin nur noch auf Schadensbegrenzung aus. Die gelang nicht wirklich. Das 2:9 spricht eine deutliche Sprache. Am Samstag (17.30 Uhr) gibt's in Laibach sofort die Chance auf Wiedergutmachung.


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