Ab auf die Überholspur im Winter

Trotz Nächtigungsrekord wollen die Touristiker am Achensee noch besser werden. Im Winter soll die Bettenauslastung erhöht werden.

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Von Josef Lackner

Achensee –Mit 58,4 % Bettenauslastung in der Sommersaison steht die Achensee-Region an der Spitze der 34 Tiroler Tourismusregionen. Das gibt Ansporn, an der mittelmäßigen 39 %-Auslastung im Winter zu arbeiten. „Wir möchten uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, andere Regionen schlafen nicht und holen auf“, betonte TVB-Obmann Johannes Entner kürzlich bei der Vollversammlung. Es gelte, den Wintertourismus weiterzuentwickeln und die Saison zu verlängern.

Allerdings sollte dies nicht mit der Brechstange passieren, sondern unter besonderer Einbeziehung der Natur und dem Bestreben, die Lebensqualität in der Region für die Gäste erlebbar werden zu lassen. Unter dem Titel „Achensee 2025“ wird gerade ein Strategiekonzept erarbeitet und im Frühjahr der Vollversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Geschäftsführer Martin Tschoner legte einen ausführlichen Tätigkeitsbericht sowie die Budgetzahlen vor. Im abgelaufenen Tourismusjahr erreichte man mit 1,543.000 Übernachtungen eine Steigerung von ca. 5 % gegenüber dem Vorjahr und übersprang erstmals die Eineinhalb-Millionen-Schallmauer, wobei man eine Wertschöpfung von 70 Euro (Tirol-Durchschnitt 56 Euro) pro Nacht erzielen konnte. Den Hauptanteil stellen die deutschen Gäste (64 %), überraschenderweise gefolgt von den Schweizern mit 10 % und den Österreichern. In diesem Zusammenhang bedauerte Tschoner, dass gerade die schnellen Zugverbindungen aus Zürich mit Halt in Jenbach stark reduziert worden sind. Man werde sich bei den ÖBB für bessere Lösungen einsetzen.

Die Aktivitäten rund ums Wandern, Klettern, Langlaufen werden weiter ausgebaut. So wird es vermehrt Spezialwanderungen wie etwa die Steinadler- oder Sonnenaufgangstour geben und es wird ein erweitertes Wanderprogramm im Winter gestartet. Das neu eingeführte 5-Gipfel-Klettersteig-Camp, die Alpenüberquerung und ein Mountainbike Festival sind einige der Highlights. Auch die Kultur kommt nicht zu kurz, mit der achensee.literatour oder der Eva Lind Musikakademie.

Nichts einzuwenden hatte die Vollversammlung gegen das vorgelegte Budget mit Ausgaben von 3,9 Mio. Euro und einem positiven Jahres­ergebnis von 522.700 Euro, womit Rücklagen für die in Bau befindliche Freizeitanlage Buchau zu bilden sind. Laut Entner seien die im Oktober gestarteten Arbeiten samt aufwändiger, 14 Meter tiefer Bohrungen für das 18,5-Mio.-Großprojekt gut vorangeschritten. Er sei zuversichtlich, dass der Mai 2018 als Eröffnungstermin halten werde.


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