“Wenn Europa schwächelt, dann geht Südamerika“

Der Österreich-Markt 2016 war besser als erwartet. Die Porsche Holding verzeichnet allseits Erfolge und setzt 2017 auf neue Modelle.

Alain Favey, Geschäftsführer-Sprecher der Porsche Holding Salzburg, setzt auf Expansion.Foto: Porsche

Wien –„2016 ist ein sehr gutes Jahr. Das hätten wir nicht erwartet“, kommentiert Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, das für heuer zu erwartende Ergebnis des österreichischen Automarktes: Mit den Novemberzahlen dürfte sich der Neuzulassungsstand auf 325.000 Pkw einpendeln. Die Volkswagen-Gruppe nimmt dabei einen Marktanteil von 34,5 % ein.

Vier Konzernmarken rangieren unter den Top Ten. Allen voran wie immer VW. Skoda ist 3., Audi 6., Seat 9. Modellseitig sind sieben Modelle der Wolfsburger Familie unter den ersten zehn. Nummer eins ist, wie gewohnt, der Golf, gefolgt vom Skoda Octavia, vom neu gemachten Tiguan und vom Polo. Der Fabia ist 6., der Seat Ibiza 8., der T6 ist 9. Die Premium- und Luxusmarken sind ebenfalls gut unterwegs. Porsche bilanziert vorerst mit 1290 Neuzulassungen, für Bentley und Lamborghini werden noch keine Zahlen genannt, sie werden aber das beste Jahr bisher abschließen.

Groß ist und größer wird der Allrad-Anteil, der nunmehr über alle Hersteller hinweg bei 23,7 Prozent liegt. Im VW-Konzern sind es sogar 36,8 Prozent. Während der Österreich-Marktanteil auf etwa demselben Niveau liegt wie im Vorjahr. Favey: „Da haben wir keinen Steigerungsdruck“ – legte die Import-, Groß- und Einzelhandelfirma Porsche Holding doch auf allen Linien zu. Im Verkauf wurde erstmals die Millionen-Marke überboten – mit 719.000 Neu- und 281.000 Gebrauchtwagen (plus 7,8 %). Mit 2016 ist das österreichische Unternehmen in 26 Ländern präsent, außerhalb Europas in Südamerika, China und seit September mit Malaysia auch in der Asean-Region. Hinzu kommen soll demnächst Brunei. Damit verfolgt die Holding eine Strategie der breiten Aufstellung, um Marktschwankungen ausgleichen zu können. Alain Favey fasst es so zusammen: „Wenn Europa nicht geht, dann geht Südamerika.“ Er ortet aber in der CEE-Region (Südosteuropa) weiterhin Erholungssignale.

Zur Dieselthematik in Österreich vermeldet die Holding, dass von den 388.000 betroffenen Fahrzeugen bisher rund 175.000 zur Umrüstung freigegeben sind. Von diesen sind 84 Prozent abgefertigt. (keck-hill)


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