Syrischer Kurdenchef: In Aleppo ist die Sache wohl gelaufen

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA095 vom 02.12.2016 muss es im ersten Satz richtig heißen: „Der Chef der syrischen Kurdenpartei PYD (nicht: YPG) hält ...“ (Die YPG ist der bewaffnete Arm der PYD.) --------------------------------------------------------------------- ~ Damaskus (APA/dpa) - Der Chef der syrischen Kurdenpartei PYD hält den Sieg der syrischen Regierungstruppen im Kampf um die Großstadt Aleppo für ausgemacht. „Was Aleppo anbelangt, ist die Sache wohl durch“, sagte Salih Muslim der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). In der Region Idlib leisteten die Rebellen aber noch heftigen Widerstand.

Viele Menschen flüchteten aus Aleppos Rebellenvierteln in die von Kurden beherrschten Stadtteile. Sie würden dort versorgt, versicherte Muslim. „Inzwischen sind die UN vor Ort, wir werden die Situation in den Griff bekommen.“

Der PYD-Vorsitzende wies die Ansicht zurück, die Kurden müssten die „natürlichen Verbündeten“ der moderaten Rebellen gegen die Regierung in Damaskus sein. „Was soll „moderat“ bitte heißen?“, fragte er. „Wir sind bereit, mit jedem zusammenzuarbeiten, der demokratisch und säkular gesinnt ist. Unter den islamistischen Rebellen mag es extremere und gemäßigtere geben - gegen Säkularismus sind aber alle.“

Muslim warnte den Präsidenten Bashar al-Assad vor dem Ansinnen, die Kurdengebiete militärisch zu erobern. „Sollte er unsere Gebiete angreifen, werden wir uns verteidigen. Dann würde es einen großen Krieg geben.“ Muslim betonte aber, die Kurden wollten keinen eigenen Staat, sondern eine „autonome Selbstverwaltung“ mit einem Rätesystem und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und Ethnien.


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