BP-Wahl - Oö. Hochburgen bleiben die Selben

Wien (APA) - Die Auszählung in den oberösterreichischen Gemeinden zeigt ein gewohntes Bild: Alexander Van der Bellen punktete im Linzer Umla...

Wien (APA) - Die Auszählung in den oberösterreichischen Gemeinden zeigt ein gewohntes Bild: Alexander Van der Bellen punktete im Linzer Umland und im Salzkammergut, aber auch im Mühlviertel, Norbert Hofer im Innviertel und im Raum Wels. Der Ex-Grünen-Chef hat jedoch Zuwächse verzeichnen können, während der FPÖ-Kandidat leicht nachließ. Hier ein Blick auf einige ausgewählte Gemeinden:

Die stärkste Van-der-Bellen-Gemeinde bleibt wie bei der ersten Stichwahl das traditionell rote Hallstatt (Bezirk Gmunden, rund 780 Einwohner). Dort hatten im Mai 70,84 Prozent für den ehemaligen Grünen-Chef gestimmt. Diesmal steigerte er sich noch auf 74,88 Prozent. SPÖ-Bürgermeister Alexander Scheutz hatte sich persönlich für den Kandidaten stark gemacht.

Die Hofer-Hochburg bleibt ebenfalls die Selbe: In St. Georgen am Fillmannsbach im Bezirk Braunau, wo im Mai 80,28 Prozent dem FPÖ-Kandidaten ihre Stimme gegeben hatten, schaffte Hofer diesmal etwas weniger, aber immer noch satte 78,15 Prozent. Die 390-Einwohner-Gemeinde ist eine traditionelle blaue Hochburg, bei der Landtagswahl 2015 etwa stimmten 56,63 Prozent für die FPÖ.

Etliche Bürgermeister haben sich für Van der Bellen ausgesprochen. Einer davon, der das gegen die Stimmung in seiner Gemeinde getan hat, war der Ortschef von St. Pankraz Manfred Degelsegger (SPÖ): In der 340-Seelen-Gemeinde im Bezirk Kirchdorf hatten im Mai nur 30,2 Prozent dem Ex-Grünen-Chef ihr Stimme gegeben. Nach dem Engagement des Bürgermeisters schaffte er dennoch nur geringfügig mehr, nämlich 32,67 Prozent.

Im Fokus stand wohl auch Altenfelden im Bezirk Rohrbach. Die ÖVP-regierte Gemeinde, die mehr als 2.100 Einwohner zählt, hatte bei der ersten Stichwahl mit 54,6 Prozent für Hofer und 45,4 für Van der Bellen zwar kein herausstechendes Ergebnis abgeliefert, zwischen den beiden Urnengängen liegt aber die bis heute ungeklärte Brandstiftung in einem - damals noch unbewohnten - Asylquartier. Diesmal wurde die Gemeinde „umgefärbt“: 50,47 Prozent votierten für Van der Bellen.

Die Heimatgemeinde des blauen Landesparteichefs und LHStv. Manfred Haimbuchner Steinhaus im Bezirk Wels-Land ist eine traditionelle FPÖ-Hochburg: Nachdem bei der aufgehobenen Stichwahl 62,95 Prozent Hofer gewählt hatten, waren es diesmal „nur“ 57,30 Prozent. Van der Bellen holte sich diesmal auch Braunau: Dort musste er sich im Mai mit 46,86 noch Norbert Hofer geschlagen geben, diesmal gaben ihm 50,55 Prozent und damit eine ganz knappe Mehrheit die Stimme.


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