Bundespräsidentenwahl für Burgenlands Grüne „historisches Ereignis“

Eisenstadt (APA) - Die Landessprecherin der Grünen Burgenland, Regina Petrik, sprach am Sonntag in einer Reaktion auf die Hochrechnung von e...

Eisenstadt (APA) - Die Landessprecherin der Grünen Burgenland, Regina Petrik, sprach am Sonntag in einer Reaktion auf die Hochrechnung von einem „historischen Ereignis“. Das Ergebnis sei „keine Riesenüberraschung“ für ihn, sagte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) zur APA. Angesichts der Mobilisierung für Van der Bellen habe man damit rechnen müssen, dass dieser „natürlich die Nase vorn“ habe.

Erstmals in der Zweiten Republik werde es einen Präsidenten geben, der nicht einem der beiden großen politischen Lager angehöre, meinte Petrik. Das Ergebnis habe sie „überrascht“, sie habe nicht damit gerechnet, dass die Wahl so klar ausgehen werde.

„Es zeigt, wie viel möglich ist in diesem Land wenn Leute miteinander für eine Sache einstehen und für etwas kämpfen“, sagte Petrik zur APA. Die Zusammenarbeit über „alte, verkrustete Grenzen hinweg“ sei ein Erfolg der Stichwahl. Van der Bellen traut sie zu, die Menschen im Land nach der Wahl wieder zu verbinden.

Van der Bellen habe mit 40,4 Prozent auch im Burgenland zulegen können, meinte Petrik. „Im Burgenland bewegt sich manches etwas langsamer, aber es bewegt sich.“ Auch die Hofer-Wähler würden nach kurzer Zeit sehen, dass Van der Bellen für sie „ein guter Bundespräsident“ sein werde, zeigte sich die Landessprecherin überzeugt.

„Man muss das so zur Kenntnis nehmen“, sagte Tschürtz. Alleine habe die FPÖ mit ihren Funktionären „nicht diese Mobilisierungskraft“ gehabt, meinte Tschürtz. Nach möglichen Fehlern im Wahlkampf gefragt, meinte der FPÖ-Landesparteiobmann, der Satz Hofers, man werde sich wundern, was alles möglich sei - sei „sicher nicht der Sager, der zum Erfolg beiträgt“

Erfreulich sei für ihn, „dass die FPÖ gegenüber allen anderen“ trotzdem 46,7 Prozent (nach der Hochrechnung, Anm.) erreiche. Dass Hofer nun in der Partei „weiter aktiv mitwirkt“ und auch das Burgenland unterstütze, ist für den burgenländischen FPÖ-Obmann ebenso „die erfreuliche Seite“. Die Frage, ob Hofer nun zum Kanzlerkandidat der Freiheitlichen avancieren könnte, stelle sich nicht, meinte der Landeshauptmannstellvertreter.

Die ÖVP Burgenland hat Alexander Van der Bellen in einer ersten Reaktion zum Wahlsieg gratuliert. Die Erwartungen an den künftigen Bundespräsidenten seien aber hoch: „Es gilt, nach Außen Österreich gut zu repräsentieren und nach Innen, die Gesellschaft zu einen“, erklärte Landesparteiobmann Thomas Steiner in einer Aussendung. Van der Bellen habe die Aufgaben des Bundespräsidenten sorgsam auszuüben. „Dazu gehört insbesondere, dass er bei künftigen Regierungsbildungen die Mehrheiten im Nationalrat akzeptiert“, meinte Steiner.


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