Die Tauschbörse zwischen Wacker und Wattens ist geöffnet

Zwischen dem FC Wacker und der WSG Wattens könnte schon bald der eine oder andere Spieler die Fronten wechseln. Hoch gehandelt: Torjäger Thomas Pichlmann.

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Christian Gebauer, Benni Pranter und Flo Toplitsch (v. l.) ließen die Herbstsaison bei der Weihnachtsfeier stimmungsvoll ausklingen.
© WSG Wattens

Von Florian Madl

Innsbruck – Es hatte etwas Versöhnliches an sich, als der scheidende Wacker-Präsident Josef Gunsch am späten Samstagabend unvermutet bei der Weihnachtsfeier von Lokalrivale Wattens auftauchte. Ob die Lokalwahl bewusst oder unbewusst erfolgte, sei dahingestellt. Jedenfalls sollen Sympathiebekundungen ausgetauscht worden sein, zumal der Milser erst wenige Stunden zuvor seinen Rücktritt angekündigt hatte.

„Ganz spontan, aus ganzem Herzen und mit großem Respekt: alles Gute!“, hatte sein Wattens-Pendant Diana Langes zudem auf Facebook gepostet. Vergessen scheint so manches Geplänkel, etwa im Vorfeld des Tiroler Derbys oder bei der Diskussion um Landesgelder, die nach Meinung der Wattener bevorzugt an die Schwarzgrünen ausgezahlt werden.

Die nächste Kontaktaufnahme der beiden Vereine erfolgt wohl bald. Dem Vernehmen nach will der FC Wacker Innsbruck nämlich seinen Torjäger Thomas Pichlmann beim Lokalrivalen schmackhaft machen, um die Gehaltsliste zu kürzen. Schon demnächst sollen mit dem 35-Jährigen Gespräche geführt werden. Der Schützenkönig der Vorsaison hatte bereits mehrfach angekündigt, in Tirol bleiben zu wollen – Wattens, ein mögliches Szenario?

Wacker-Spieler wie Florian Jamnig, die im Herbst wenig Spielzeit erhielten, würden Wattens zudem weiterhelfen können. Auch an einem Michael Augustin soll großes Interesse bestehen. Ein klärendes Gespräch wird man in Wattens wohl mit manchem Legionär führen, der in der Aufstiegssaison nicht eben eine Bereicherung war. Nach sportmedizinischen Tests steht dort dann erst einmal Urlaub an, nach dem Trainingsstart (3.1.) wartet das Trainingslager in Spanien.

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Auf Wacker-Seite durchforstet General Manager Alfred Hörtnagl seinen Kader. Zwei Trainerrauswürfe und etliche Transfers fallen in seine Amtszeit, die Trefferquote war dabei nicht die höchste. Leute wie Maurizio Jacobacci stehen sinnbildlich für das Versagen am Tauschmarkt, Geld fehlt beim Traditionsklub zudem an allen Ecken und Enden. Erst kürzlich wurde über einen beträchtlichen Zuschuss gemunkelt, den einer der Partner außerhalb der Vereinbarung überwiesen haben soll. Ein Thema, das auch den neuen Mann auf der Kommandobrücke beschäftigen wird.

Mit dem scheidenden Josef Gunsch verband General Manager Alfred Hörtnagl inhaltlich nicht allzu viel, allein deshalb empfiehlt sich Klarheit auf Vorstandsebene. Bis zur Generalversammlung im kommenden Monat sollen die Weichen gestellt werden. Vizepräsident Andreas Perger oder auch das neue Vorstandsmitglied Michael Graupp werden als potenzielle Nachfolger gehandelt.


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