Europas Leitbörsen zur Eröffnung wenig verändert erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den Gewinnen in der vergangenen Woche dürfen die Anleger am europäischen Aktienmarkt zum Start der ne...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den Gewinnen in der vergangenen Woche dürfen die Anleger am europäischen Aktienmarkt zum Start der neuen Woche eine Verschnaufpause einlegen.
So zeichnet sich für die europäischen Leitbörsen am Montag in der Früh ein nahezu unveränderter Auftakt ab. Der F-DAX als Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex signalisierte rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn praktisch unverändert zum Schlusswert vom Freitag bei 11.204 Punkten.
Für den in der vergangenen Woche ebenfalls gut gelaufenen Euro-Stoxx-50 als Leitindex der Eurozone zeichnete sich ein Plus von 0,14 Prozent ab. Der FTSE-100 in London deutet ebenfalls ein knappes Plus von 0,09 Prozent an.
Als Triebfeder erwies sich in der vergangenen Woche einmal mehr die Europäische Zentralbank, die nach dem Scheitern der Verfassungsreform in Italien ihr gigantisches Anleihe-Kaufprogramm fortsetzt.
Auch an der Wall Street ging die dort seit November laufende Rekordjagd vor dem Wochenende weiter. Der DAX hat den Dow Jones Industrial inzwischen eingeholt. Zu einem eigenen Rekordhoch fehlen aber noch rund 1.200 Punkte. „Die Stimmung bei den Anlegern hierzulande hat sich deutlich verbessert“, fasste Christian Henke vom Broker IG am Morgen das Bild zusammen.
Während die Konjunkturagenda zu Wochenbeginn nur sehr spärlich bestückt ist, richten sich die Blicke bereits auf die nächste Notenbank: Am Markt gilt es nahezu als gesetzt, dass die US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch ihren Leitzins um weitere 25 Basispunkte anheben wird. Damit führen die US-Währungshüter die Zinswende fort, die sie vor einem Jahr eingeläutet haben und die seitdem auf Eis gelegen hatte.
Auf Unternehmensseite bleiben die Banken auch nach der Ernennung des neuen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni in Italien ein Dauerbrenner für die Anleger. Das größte Problem bleibe das Schicksal der angeschlagenen italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi, schrieb Michael Hewson von CMC Markets UK. Nach der Zuspitzung der Krise um die Bank in den vergangenen Tagen ist nun eine Rettung durch den Staat im Gespräch.
Im vorbörslichen Handel gaben unterdessen die Anteilsscheine am Industriedienstleister Bilfinger nach einer frischen Verkaufempfehlung durch die Schweizer Bank UBS auf der Handelsplattform Tradegate um mehr als zweieinhalb Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss nach.
Spekulationen über ein Interesse des Schweizer Pharmakonzerns Novartis trieben den Kurs der Stada-Aktien um nahezu 3 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss an.
Siltronic-Aktien standen wie schon vor dem Wochenende ganz oben auf den Verkaufszetteln der Anleger - sie gaben mehr als 6 Prozent nach. Chinesische Investoren hatten ihre Bemühungen um den Halbleiter-Zulieferer aufgegeben.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA048 2016-12-12/08:40
Kommentare