Slowakischer EU-Vorsitz gegen EU-Verhandlungsstopp mit Türkei
Brüssel/Ankara (APA) - Die slowakische EU-Ratspräsidentschaft ist gegen einen von Österreich geforderten Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen...
Brüssel/Ankara (APA) - Die slowakische EU-Ratspräsidentschaft ist gegen einen von Österreich geforderten Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. „Ich glaube nicht, dass wir die Verhandlungen mit der Türkei stoppen sollen“, sagte Außenminister Miroslav Lajcak am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.
Lajcak sagte, beim Rat der EU-Außen- und Europaminister am morgigen Dienstag werde es eine „nicht einfache Diskussion zur Türkei“ geben. Auch der EU-Gipfel am Donnerstag soll sich mit den angespannten Beziehungen zwischen der EU und der Türkei befassen.
„Ich glaube an die Fortsetzung des Dialogs mit der Türkei. Die Türkei ist ein wichtiger Partner. Ich hoffe, dass die Minister diese Meinung morgen ausdrücken“, sagte Lajcak.
Die EU-Außenminister werden nach Worten der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini der Opfer des jüngsten Terroranschlags von Istanbul gedenken. „Alle unsere Gedanken sind bei dem türkischen Volk und bei der türkischen Regierung“, sagte Mogherini. „Wir werden unsere Solidarität mit der Türkei ausdrücken, das ist klar“, sagte Lajcak.
Zu den Anschlägen in Istanbul hat sich die TAK, eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, bekannt.
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