Standort Tirol

68 neue Jobs im Obergricht: Fördermittel tragen Früchte

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Mit dem Sonderprogramm des Landes wurden Investitionen von 32,6 Mio. Euro ausgelöst. Geförderte Photovoltaikanlagen boomen.

Von Helmut Wenzel

Landeck, Obergricht –Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Pendlerquote, Abwanderung und niedrige Investitionsquote: Dieser wenig erfreuliche Befund war ausschlaggebend, dass das Obergricht 2014 als EU-Regionalfördergebiet ausgewiesen worden ist. Zudem öffnet das Land Tirol einen zehn Mio. Euro schweren Fördertopf – jährlich fließt eine Mio. Euro innaufwärts bis Nauders.

Zwei Jahre nach dem Start des regionalwirtschaftlichen Sonderförderprogramms – so der offizielle Name – werden beachtliche Erfolge bekannt. „In Summe konnten 57 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 32,6 Mio. Euro abgewickelt werden“, hoben BH Markus Maaß und Gerald Jochum, Geschäftsführer beim Regionalmanagement regioL, kürzlich in der Zwischenbilanz hervor.

Im Zuge der Investitionen entstanden, so Jochum, 68 neue Arbeitsplätze, 26 davon für Frauen. 372 Jobs, davon 164 für Frauen, konnten gesichert werden. Dazu kommen 846 Quadratmeter neuer Wohnraum und 270 Quadratmeter neue Geschäftsflächen. Das Projektpaket sei auch ein Beitrag, um Abwanderung zu stoppen bzw. die Auspendlerquote zu reduzieren.

Erfreulich groß ist laut Jochum die Lust auf Investitionen in erneuerbare Energie. Mehreren Haus- bzw. Hofbesitzer, etwa der Wiesenhof-Bauer Ulrich Klotz, schickt die Sonne künftig keine Stromrechnung: Sie haben eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch installiert. Klotz kann seinen Jahresverbrauch von 23.000 kWh zu rund 70 Prozent abdecken.

Jochum weiß: „In der Region konnten 36.200 Euro an Stromkosten eingespart werden.“ Eine hohe Förderung winkt allen, die einen Batteriespeicher einbauen. „Das Obergricht ist österreichweit die erste Region, in der es die attraktive 70-Prozent-Förderung für Batteriespeicher gibt“, weiß Expertin Elisabeth Steinlechner, die für regioL tätig ist. In Summe können 100 Anlagen aus dem Fördertopf unterstützt werden. Fördergeld gibt es auch für das Know-how rund um Photovoltaikanlagen – sprich Qualifizierungsmaßnahmen für heimische Elektro-Betriebe.