EU-Kuba-Abkommen: Für Mogherini keine Auswirkung durch US-Entwicklung
Brüssel (APA) - Das EU-Kuba-Abkommen hat laut der Außenbeauftragten der Europäischen Union, Federica Mogherini, keine Auswirkungen auf die B...
Brüssel (APA) - Das EU-Kuba-Abkommen hat laut der Außenbeauftragten der Europäischen Union, Federica Mogherini, keine Auswirkungen auf die Beziehungen zu den USA. Mogherini erklärte nach der Unterzeichnung der Vereinbarung am Montag in Brüssel, „wir spekulieren nicht darüber, welche Konsequenzen es haben könnte. Ich sage nichts zu Konsequenzen für andere, das ist nicht meine Sache“.
Jedenfalls sollten alle Staaten, die Abkommen mit der EU haben, ob Kuba, Karibik oder Lateinamerika, „wissen, dass wir hier sind, dass wir bleiben und Partner sind“. Mogherini sprach von einer „historischen Übereinkunft“. Auf die Frage nach Auswirkungen des EU-Kuba-Abkommens auf die Wirtschaftssanktionen der USA gegenüber Havanna, erklärte sie, die Europäische Union habe „gewisse Bedenken laut werden lassen hinsichtlich der extraterritorialen Auswirkungen der Sanktionen der USA“. Dies werde die EU auch künftig tun.
Zum Thema Menschenrechte verwies Mogherini darauf, dass es bereits zwei Gesprächsrunden mit Kuba gegeben habe. „Wir sind sehr zufrieden, aber ich kann nicht für Kuba sprechen“. Allerdings handle es sich um einen „Prozess, der läuft und der fortgesetzt werden muss“.
Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez Parrilla sagte, „wir haben heute nicht über Menschenrechte gesprochen“. Notwendig sei gegenseitiger Respekt. Es gebe zahlreiche Bereiche, wo die Standpunkte Kubas mit denen der EU übereinstimmen und andere, wo es noch „große Meinungsunterschiede“ gebe. Es gebe „konzeptionelle Unterschiede“, doch wolle man trotzdem gemeinsam weiterkommen. Menschenrechte hätten „weltweit Gültigkeit“. Es müsse gleiche Rechte für alle geben, auch für Minderheiten.
Mogherini sprach von einem „starken politischen Dialog“. Das Abkommen werde helfen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und für die Achtung der Menschenrechte einzutreten. Im wirtschaftlichen Bereich werde es zu mehr Investitionen und Handel mit Kuba kommen. Vor allem in den Bereichen Wissenschaft und Erneuerbare Energieträger erwartet sich Mogherini neue Prozesse.
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