EBEL

HCI-Coach Pallin: „Es gibt keinen Grund zur Panik“

Kann auch den grimmigen Blick, spricht aber zumeist in ruhigem Ton – Haie-Headcoach Rob Pallin.
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Nach dem bitteren 4:5 gegen Fehervar geht es für die Haie heute (19.15 Uhr) zuhause gegen Znojmo weiter. Und der Teufel darf nicht wieder im Detail stecken.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Nach dem 3:4 in Klagenfurt (nach 3:1-Führung) führten die Innsbrucker am Sonntag auch Fehervar bei der 4:5-Niederlage (nach 2:0- und 4:2-Führung) über weite Strecken der Partie an der langen Leine spazieren. Denn die Haie haben viel Speed, Rotation und viele begnadete Hände. Kurzum: Die Haie haben viel, um richtig gut oder sogar noch weit besser zu sein.

Das Leben in der Erste Bank Eishockey Liga ist aber auch richtig hart. Und der Teufel steckt im Detail. „Wir müssen den Puck zwischen den blauen Linien besser managen, müssen defensiv besser arbeiten und brauchen eine bessere Torhüterleistung“, nennt Headcoach Rob Pallin jene Zutaten, die zu unnötigen Punkteverlusten führten. Nachsatz: „Das ist uns ja nicht das erste Mal in dieser Saison passiert.“ Der Amerikaner, der nach der Partie gegen die Ungarn auch aufgrund der Schiedsrichterleistung heiß war, sprach gestern wieder in ruhigem Ton: „Es ist, was es ist. Wir können es nicht mehr ändern, aber müssen daraus lernen. Erst wenn wir nicht mehr lernen, dann verlieren wir wirklich.“

Dass der Punktevorsprung zur zweiten Tabellenhälfte und Platz sieben über das Wochenende schmolz, hat Pallin notiert. Genauso wie die Tatsache, dass sein Team gegen Fehervar in Wirklichkeit „eine sehr gute Leistung“ abgeliefert hat. Wären da eben nicht diese leidigen Details, die aus dem Prädikat „Sehenswert“ am Ende ein „Schmerzhaft“ machten. „Wir sind aufregend zum Anschauen, aber manchmal doch nicht gut genug. Manchmal darf das Spiel auch grausig sein, müssen wir mehr die Tiefe suchen“, ergänzt der 50-Jährige.

Dass die heutige Partie den Charakter eines „Sechs-Punkte-Spiels“ trägt, sagt die Tabelle. Pallin sagt etwas anderes: „Jedes Spiel ist wichtig, nicht nur das gegen Znojmo. Spiel eins war wichtig, Spiel zehn war wichtig, das darauffolgende Spiel in Villach ist wichtig.“ Nur der stete Tropfen höhle eben den Stein. Von dem 7:0-Heimsieg gegen Meister Salzburg vor sechs Tagen kann sich heute keiner mehr etwas kaufen.

In der Ruhe steckt zuweilen aber die größte Kraft. Und deswegen zeigte sich Pallin gestern „smart“. Im Wissen, dass seine Stimmung auch den Ausdruck der Mannschaft zeichnet. „Es gibt keinen Grund zur Panik und dafür, die weiße Fahne zu hissen“, führt er pathetisch aus, um nachzulegen: „Jetzt ist Zeit für Typen, die die Männerstiefel anhaben.“ An denen sollte es den Haien nicht mangeln. Denn genau deswegen hat sich der eigene Anspruch in dieser Saison ja so nach oben geschraubt. Im Haifischbecken sind heute mit Patrick Mössmer, Benni Schennach und Daniel Frischmann drei erkrankte Tiroler fraglich.