Tirol

Sektorales Fahrverbot: Grüne sehen Erfolg, FPÖ Flop

2,3 Millionen Lkw pro Jahr sind auf der Inntalautobahn unterwegs.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Das mit ersten November 2016 mit einem Stufenplan in Kraft getretene sektorale Lkw-Fahrverbot zeige eine erste Wirkung, glaubt d...

Innsbruck –Das mit ersten November 2016 mit einem Stufenplan in Kraft getretene sektorale Lkw-Fahrverbot zeige eine erste Wirkung, glaubt die grüne Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe. Der November sei mit 14.300 Fahrten der stärkste Monat des Jahres auf der Rollenden Landstraße. „Zwar steigt dennoch die Anzahl der Transit-Lkw im November um 20.000 Fahrten im Jahresvergleich, ohne sektorales Fahrverbot wären die Steigerungen allerdings noch höher.“ Das Fahrverbot soll bestimmte Güter von der Straße auf sauberere Lkw und auf die Bahn verbannen.

Die Zahl der Transit-Lkw steigt seit 2009 in Tirol kontinuierlich an. Über den Brenner fahren doppelt so viele Lkw wie über alle Schweizer Alpenpässe zusammen. 2,3 Millionen Lkw werden pro Jahr bei Vomp, rund zwei Millionen bei Schönberg registriert. Dazu kommen rund zehn Millionen Pkw. Felipe rechnet dennoch mit einer „Trendumkehr“ und einer „Reduktion des Transitverkehrs“, wenn das sektorale Fahrverbot weniger Ausnahmen zulässt.

Die FPÖ sieht im Fahrverbot eine „Husch-Pfusch-Aktion“ von Schwarz-Grün. Das Fahrverbot sei reines Placebo und beinhalte zu viele Ausnahmen. Parteichef Markus Abwerzger sorgt sich um die Gesundheit der Tiroler, will aber gleichzeitig Tempo 100 abschaffen. Das Limit bringe nichts, meint er. (aheu)