Deutschland will Mali-Einsatz ausweiten

Berlin (APA/Reuters) - Der Einsatz der deutschen Bundeswehr zur Überwachung des Friedensabkommens im westafrikanischen Mali soll ausgeweitet...

Berlin (APA/Reuters) - Der Einsatz der deutschen Bundeswehr zur Überwachung des Friedensabkommens im westafrikanischen Mali soll ausgeweitet werden und künftig auch Hubschrauber beinhalten. Das neue Mandat solle bis zu 1.000 Soldaten statt derzeit bis zu 650 umfassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag mit. Zudem sei an jeweils bis zu vier Rettungs- und Unterstützungshubschrauber gedacht.

Der deutsche Bundestag soll darüber im Jänner entscheiden, das bisherige Mandat läuft zu dann zum Monatsende aus. Mit den Hubschraubern will die Bundeswehr Ersatz für niederländische Helikopter schaffen, die abgezogen werden. Der Einsatz der Bundeswehr-Hubschrauber soll bis Mitte 2018 befristet werden.

Die Deutschen sind Teil des etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatzes MINUSMA zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den islamistischen Rebellen. MINUSMA gilt mit über 100 getöteten Soldaten als der gefährlichste UN-Einsatz.

In Mali sind auch österreichische Soldaten im Einsatz. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EU bilden 14 Soldaten einheimische Kollegen aus. Seit 2016 sind auch (derzeit sechs) Bundesheer-Soldaten auch als Blauhelme im Rahmen von MINUSMA aktiv.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA360 2016-12-12/15:08