Großbritannien: Verurteilungen wegen Anschlägen in Paris und Brüssel

London (APA/dpa) - Ein britisches Gericht hat zwei Männer wegen Terrorfinanzierung im Zusammenhang mit islamistischen Anschlägen in Paris un...

London (APA/dpa) - Ein britisches Gericht hat zwei Männer wegen Terrorfinanzierung im Zusammenhang mit islamistischen Anschlägen in Paris und Brüssel zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Verurteilten, ein 27-jähriger Brite und ein 26 Jahre alter Belgier, haben dem Crown Court in Kingston zufolge im Juli 2015 3.000 Pfund (rund 3.600 Euro) an den Terrorverdächtigen Mohamed Abrini übergeben.

Am Montag verurteilte sie das Gericht deshalb zu Haftstrafen von acht beziehungsweise drei Jahren. Einer der Männer war vergangene Woche von einer Jury für schuldig befunden worden, der andere hatte sich schon zuvor für schuldig bekannt.

Abrini (31), der als „Mann mit Hut“ bekannt wurde, gilt als Bindeglied zwischen den Anschlägen islamistischer Terroristen in Paris und Brüssel. Er war auf Kameraaufnahmen kurz vor den Anschlägen am Brüsseler Flughafen im April 2016 in Begleitung der späteren Selbstmordattentäter zu sehen. Den Auftrag, das Geld in Großbritannien abzuholen, soll Abrini von dem Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, erhalten haben.