Frankfurter Börse
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach der Kursrally in der vergangenen Woche hat der deutsche Aktienmarkt am Montag den Rückwärtsgang einge...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach der Kursrally in der vergangenen Woche hat der deutsche Aktienmarkt am Montag den Rückwärtsgang eingelegt. Marktkenner sprachen von einer Konsolidierung auf hohem Niveau mangels frischer Impulse. „Der kleine Rücksetzer zum Wochenstart kommt wenig überraschend; nach den Aufschlägen der letzten fünf Handelstage ist eine kleine Verschnaufpause überfällig“, sagte Börsenexperte Jens Klatt von JFD Brokers.
Der DAX schloss mit einem knappen Minus von 0,12 Prozent bei 11.190,21 Punkten. In der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex noch um mehr als 6 Prozent zugelegt. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 0,28 Prozent auf 21.600,94 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,37 Prozent auf 1.746,75 Zähler abwärts.
Auf Unternehmensseite führten die Papiere des Versorgers RWE nach einer Kaufempfehlung der Credit Suisse die Gewinnerliste an. Sie verteuerten sich um 3,39 Prozent. Analyst Vincent Gilles zeigte sich erstmals seit vier Jahren wieder positiv gestimmt für mitteleuropäische Stromerzeuger und hob seine Strompreisprognose an.
Der zuletzt stark gestiegene Ölpreis setzte insbesondere den Aktien der Lufthansa zu, da deren Geschäft durch teureren Treibstoff kostspieliger wird. Zudem wurden die Titel der Fluggesellschaft von Aussagen von Ryanair-Chef Michael O‘Leary belastet, der für den Billigflieger im kommenden Jahr Preissenkungen ankündigte. Lufthansa-Aktien gaben am DAX-Ende um 1,85 Prozent nach.
Keine einheitliche Richtung zeigten die Finanztitel, die wegen der Bankenkrise in Italien im Blickfeld der Anleger bleiben. Während die Aktien der Deutschen Bank 0,52 Prozent verloren, gewannen die Anteilsscheine der Commerzbank 0,77 Prozent.
Anhaltende Übernahmespekulationen trieben die Stada-Papiere kräftig an: Die im MDAX gelisteten Aktien des Pharmaunternehmens kletterten an der Index-Spitze um mehr als 10 Prozent nach oben. Die Schweizer „Sonntagszeitung“ berichtete von einem Übernahmeinteresse des Pharmariesen Novartis am Arzneimittelhersteller. Zudem meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise, dass mehrere Private-Equity-Firmen ein Auge auf die Bad Vilbeler geworfen hätten.
Die beiden schwächsten MDAX-Titel waren Rheinmetall und Bilfinger mit Verlusten von 4,88 beziehungsweise 3,05 Prozent. Beide Papiere litten unter negativen Analystenkommentaren.
~ ISIN DE0008469008 ~ APA479 2016-12-12/18:44
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