US-Börsen im Verlauf weiter uneinheitlich

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Montag im Verlauf uneinheitlich tendiert, während die Ölpreise weiter deutlich zulegten. Immer stärk...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Montag im Verlauf uneinheitlich tendiert, während die Ölpreise weiter deutlich zulegten. Immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt an der Wall Street außerdem die nahende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

Der Dow Jones lag gegen 19.15 Uhr 0,08 Prozent im Plus bei 19.772,86 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor hingegen 0,23 Prozent auf 2.254,44 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite gab sogar um 0,79 Prozent auf 5.401,32 Einheiten nach.

Für Auftrieb am Ölmarkt hatte die Einigung der OPEC mit zwölf weiteren, nicht in der Organisation vertretenen Ölförderstaaten auf eine Drosselung der Produktion gesorgt. Die Nicht-OPEC-Länder wollen ihre Förderung um insgesamt 558.000 Barrel täglich zurückfahren. Die OPEC hatte schon Ende November beschlossen, die Ölproduktion in der ersten Hälfte 2017 um 1,2 Millionen auf 32,5 Millionen Barrel täglich zu kürzen.

Der US-Ölpreis lag am Abend über 3,3 Prozent im Plus und stand damit bei 53,2 Dollar pro Barrel. Im Dow Jones nahmen die Ölaktien ExxonMobil (plus 2,39 Prozent) und Chevron (plus 1,45 Prozent) Spitzenpositionen ein.

Daneben rückt die am morgigen Dienstag beginnende, zweitägige Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) immer stärker in den Mittelpunkt. Am Markt gilt es als so gut wie fix, dass die Notenbank das erste Mal seit einem Jahr die Zinsen erhöhen wird. Die Anleger hoffen daher vor allem auf Hinweise über das weitere Vorgehen der Währungshüter im kommenden Jahr.

Die Zinssitzung wird die erste seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sein. Da Trump ein Hochfahren der Staatsausgaben für Infrastruktur und gleichzeitig umfassende Steuersenkungen angekündigt hatte, sind die Renditen für US-Staatsanleihen seit der Wahl gestiegen. Die Anleger preisen damit höhere Inflationsraten ein. Diese könnten eine Folge von Trumps Maßnahmen sein. Sollten die Preise tatsächlich stärker anziehen als bisher erwartet, könnte die Fed unter Druck geraten, auch die Zinsen schneller zu erhöhen.

Negativ wirkten sich unterdessen Aussagen von Donald Trump auf den Aktienkurs von Lockheed Martin aus. Die Papiere des Rüstungskonzerns lagen im Verlauf um über vier Prozent im Minus, nachdem der künftige US-Präsident sich auf Twitter über hohe Kosten für den F-35-Kampfjet beschwert hatte. „Das F-35-Programm und die Kosten sind außer Kontrolle“, hatte Trump geschrieben.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA491 2016-12-12/19:21