UN-Generalsekretär besorgt wegen Berichten über Gräueltaten in Aleppo

New York/Damaskus (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat seine Besorgnis angesichts von Berichten über Gräueltaten gegen zahlreiche ...

New York/Damaskus (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat seine Besorgnis angesichts von Berichten über Gräueltaten gegen zahlreiche Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, in der syrischen Stadt Aleppo zum Ausdruck gebracht.

Zwar könnten die Vereinten Nationen die Berichte über solche Gräueltaten nicht unabhängig überprüfen, doch habe der UN-Generalsekretär den Konfliktparteien seine „ernste Sorge“ übermittelt, sagte ein UN-Sprecher am Montag in New York. Vor allem die syrische Armee mit ihren Verbündeten Russland und Iran müssten Zivilisten schützen.

Die seit Jahren umkämpfte Großstadt Aleppo steht kurz vor der vollständigen Eroberung durch die syrische Armee, die durch russische Luftangriffe unterstützt wird. Die Mitte November gestartete Offensive auf die Rebellenviertel im Osten der Stadt gehe „in die Endphase“, hatte ein syrischer Armee-Vertreter am Montag gesagt. „Der Kampf um Aleppo hat sein Ende erreicht“, berichtete auch der Direktor der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Er sprach von einem „vollständigen Zusammenbruch“ bei den Rebellen.

Binnen 24 Stunden sind laut Beobachtungsstelle mehr als 10.000 Zivilisten aus den seit 2012 von den Rebellen gehaltenen Vierteln in Ost-Aleppo geflüchtet. Der vollständige Fall der Stadt in Regierungshände wäre die schwerste Niederlage für die Rebellen in dem seit 2011 währenden Konflikt in Syrien. In West-Aleppo waren einem AFP-Reporter zufolge am Montagabend bereits Freudenschüsse zu hören. Das staatliche syrische Fernsehen zeigte feiernde Menschen, die Bilder von Staatschef Bashar al-Assad und syrische Flaggen hochhielten.