Trübere Beschäftigungsaussichten bei Schweizer Kleinunternehmern

Bern (APA/sda) - Die große Mehrheit der Schweizer Arbeitgeber rechnet weiterhin mit gleichbleibender Beschäftigung im kommenden Quartal. Auf...

Bern (APA/sda) - Die große Mehrheit der Schweizer Arbeitgeber rechnet weiterhin mit gleichbleibender Beschäftigung im kommenden Quartal. Aufgrund der Unsicherheiten in Bezug auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und der Unternehmenssteuerreform zeigten sich jedoch besonders Kleinunternehmer pessimistischer.

Von den 750 befragten Schweizer Personalverantwortlichen erwartet mit 91 Prozent eine große Mehrheit keine Veränderung ihrer Personalbestände für das erste Quartal 2017. Dies geht aus dem heute, Montag, publizierten Arbeitsmarktbarometer des Arbeitsvermittlers Manpower hervor.

Die saisonbereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose für das erste Quartal 2017 hat sich gegenüber dem Vorquartal sowie gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch um 3 Prozentpunkte verschlechtert. Von den restlichen knapp 10 Prozent rechnen nämlich erstmals seit zwei Jahren mehr Unternehmen mit Personalkürzungen als mit einer Aufstockung der Beschäftigten.

Die Risiken der Masseneinwanderungsinitiative und der Unternehmenssteuerreform scheinen dabei vor allem Kleinunternehmer zu belasten. Die mittleren und großen Betriebe zeigten sich insgesamt optimistischer.

Die regionalen und sektoralen Unterschiede fielen indes deutlich aus. In den Bereichen Bergbau und Rohstoffgewinnung, Service public und Sozialwesen sowie verarbeitende Industrie trübten sich die Beschäftigungsaussichten ein. Insbesondere Unternehmen aus dem Espace Mittelland sowie der Zentral- und Nordwestschweiz äußerten sich pessimistischer.

Ganz anders ist die Lage im Gastgewerbe. Dort rechnen Personalplaner vermehrt mit mehr Beschäftigung. Auch im Bank- und Versicherungswesen sowie im Immobilien- und Dienstleistungssektor hellten sich die Beschäftigungsaussichten wieder auf. Regional betrachtet verbesserte sich die Beschäftigungslage aber nur in Zürich maßgeblich.