Letzter Wunsch: Bub (5) stirbt in den Armen des Weihnachtsmanns
Einmal noch wollte ein schwerkranker Bub in den USA Santa Claus sehen. Der Weihnachtsmann kam gerade noch rechtzeitig.
Knoxville — Es ist eine Weihnachtsgeschichte, die zu Tränen rührt: Im US-Bundesstaat Tennessee erfüllte ein Weihnachtsmann einem schwerkranken Buben seinen letzten Wunsch.
Eric J. Schmitt-Matzen ist der lebendig gewordene Santa Claus: schneeweißer Rauschebart, blitzende Augen, ein lautes, fröhliches Lachen. Er hat sogar am 6. Dezember Geburtstag. Der 60-Jährige macht seit Jahren als Weihnachtsmann Kinder in der Vorweihnachtszeit glücklich. Rund 80 Auftritte absolviert er im Jahr.
Vor wenigen Wochen bekam er einen Anruf aus einem Krankenhaus in der Region: Er solle schnell kommen, ein kleiner Bub, der im Sterben liegt, wolle noch einmal Santa sehen, erzählte er dem Knoxville News Sentinel. Natürlich sagte der 60-Jährige sofort zu. Er werde nur schnell sein Kostüm anziehen. Dazu sei keine Zeit mehr, erklärte die Krankenschwester. Die Santa-Hosenträger würden reichen.
Als Schmitt-Matzen eine viertel Stunde später auf die Intensivstation kam, gab ihm die Mutter des kleinen Patienten ein Geschenk. „Ich habe der Familie gesagt, wenn sie weinen müssen, sollen sie lieber draußen warten. Ich muss fröhlich sein und soll den kleinen Mann glücklich machen. Wenn aber alle um mich herum in Tränen aufgelöst sind, geht das nicht", sagte er im Interview.
So ging er schließlich allein zu dem Fünfjährigen, während die Eltern und Angehörigen durch die Glasfront zuschauten.
„Als ich hineinkam, lag er ganz schwach im Bett, als würde er gleich einschlafen. ?Was höre ich da, du wirst Weihnachten verpassen? Auf keinen Fall kannst du das! Du bist doch mein wichtigster Elf!', sagte ich", schildert Schmitt-Matzen die rührende Szene. Der Weihnachtsmann gab dem kleinen Patienten das Geschenk. Zum Auspacken war er schon fast zu schwach, aber Santa half. Und als er das Spielzeug sah, grinste der Kleine über das ganze Gesicht. „Sie sagen, ich werde sterben. Wie weiß ich, dass ich da angekommen bin, wo ich hingehe?", fragte der Fünfjährige.
Er solle ihm einen Gefallen tun und einfach sagen, dass er der wichtigste Elf von Santa sei, dann würden sie ihn reinlassen, habe er dem Bub gesagt. Der kleine habe ihn dann umarmt. „Santa, kannst du mir helfen?", fragte er noch — und starb in den Armen des Weihnachtsmanns, der ihn noch eine Weile festhielt.
Als die Familie vor dem Fenster realisierte, dass ihr kleine Schatz von ihnen geganen war, kamen sie sofort herein. Die Mutter habe „Nein, nein, noch nicht", gerufen, sagte er im Interview. „Ich gab der Mutter ihren Sohn zurück und rannte so schnell ich konnte hinaus. Ich habe den ganzen Heimweg geweint", schildert Schmitt-Matzen. Und auch während es Interviews laufen ihm immer wieder Tränen über die Wangen.
Es habe Tage gedauert, bis er sich wieder gefangen habe, sagt er dem Knoxville News Sentinel. Erst habe er gedacht, er werde nie wieder in sein maßgeschneiderte Santa-Kostüm schlüpfen. „Doch als ich all die lachenden Kinder sah, bin ich zurückgekommen. Ich habe erkannt, welche Rolle ich spielen muss — für sie und für mich." (smo)
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