Bezirk Landeck

Venet erbittet 312.000 Euro Hilfe von Gemeinden

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Die Venet Bergbahnen AG benötigt erneut eine finanzielle Rettung. Zams hat inzwischen zusätzliche 100.000 Euro bewilligt. Landeck steht noch aus.

Von Matthias Reichle

Landeck, Zams – Die Venet Bergbahnen AG steht erneut vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen, das sich im Besitz der Gemeinden Landeck und Zams sowie des Tourismusverbandes TirolWest befindet, benötigt eine zusätzliche Finanzspritze, um das letzte Geschäftsjahr auszugleichen. Vor wenigen Tagen wandte sich der Vorstand mit einer Forderung über 312.000 Euro an die Hauptaktionäre.

Die Hintergründe liegen nicht nur im schlechten letzten Winter, erklärt der Zammer Bürgermeister und Venet-Vorstand Siggi Geiger. „Es gab im Sommer unerwartete Revisionsarbeiten.“ Davon waren die Gondeln der Venetbahn, der südseitige Doppelsessellift und eine Pumpstation betroffen. Geiger spricht von Mehrkosten in Höhe von 200.000 Euro. Mit dem tatsächlichen Abgang aus dem letzten Jahr will man noch nicht an die Öffentlichkeit.

Als Bürgermeister seiner Gemeinde Zams konnte er den Forderungen nicht gänzlich nachkommen. „Wir müssen uns nach der Decke strecken“, so Geiger. Er sprach von einem Spagat, der zu schaffen sei. Im Gemeinderat wurde inzwischen ein Zuschuss von 100.000 Euro ins Budget aufgenommen. Mit den Mitteln könne man den Betrieb finanziell aufrechterhalten. Nicht mitgerechnet sind Subventionen, die die Venet Bergbahnen AG ohnehin von den beiden Gemeinden bekommt. Zams, das 45 Prozent am Unternehmen hält, schießt jährlich 323.000 Euro zu. Fürs kommende Jahr seien es damit 423.000 Euro, betont Geiger. Wenn auch Landeck 100.000 Euro bewilligt, steigen die Subventionen der beiden Kommunen auf knapp eine Million Euro an. Damit würde aber kein Geld für zusätzliche Investitionen übrig bleiben.

Der Landecker Stadtchef Wolfgang Jörg wollte vorerst keine Stellungnahme abgeben. Die Gemeinde Landeck will am Donnerstag über weitere Hilfe beraten. Im Finanzausschuss hat man sich bereits mehrheitlich für einen Zuschuss von 100.000 Euro ausgesprochen. Ein Nein gab’s im Gremium von SP-Gemeinderat Manfred Jenewein: „Es gibt Diskussionsbedarf. Ich habe dagegen gestimmt, weil es nicht nachvollziehbar ist“, erklärt er seine Position.