Trump will als Präsident keine neuen Unternehmens-“Deals“ abschließen

Washington (APA/AFP) - Der künftige US-Präsident Donald Trump hat für die Dauer seiner Amtszeit in Aussicht gestellt, für sein privates Wirt...

Washington (APA/AFP) - Der künftige US-Präsident Donald Trump hat für die Dauer seiner Amtszeit in Aussicht gestellt, für sein privates Wirtschaftsimperium „keine neuen Deals“ abzuschließen. Seine Söhne Donald Junior und Eric würden „mit Managern“ zusammen die Geschäfte des Firmenkonglomerats steuern, teilte Trump am Montag (Ortszeit) in einer Serie von Twitter-Kurzbotschaften mit.

Auch wenn er rechtlich nicht dazu verpflichtet sei, werde er die unternehmerischen Aufgaben vor dem Amtsantritt am 20. Jänner aufgeben, um sich „Vollzeit auf die Präsidentschaft konzentrieren zu können“, hieß es in den Twitter-Mitteilungen.

Trumps weitverzweigte Geschäftsaktivitäten sind eine potenzielle Quelle zahlreicher Interessenskonflikte. Ursprünglich hatte der 70-jährige Multimilliardär für Donnerstag dieser Woche eine Pressekonferenz angekündigt, auf der er zum künftigen Umgang mit seinen geschäftlichen Aktivitäten Stellung nehmen wollte. Am Montag verschob er diesen Termin auf den Jänner. In einer der jüngsten Twitter-Botschaften hieß es, er werde „in der nahen Zukunft“ eine Pressekonferenz zu geschäftlichen Fragen, zur Besetzung seines Kabinetts und „allen anderen Fragen“ abhalten.

Trumps Beraterin Kellyanne Conway warb um Verständnis dafür, dass es sehr schwer sei, die „verwickelten und komplexen“ unternehmerischen Aktivitäten des künftigen Präsidenten neu zu organisieren. Trump sei ein „unglaublich erfolgreicher“ Unternehmer, der über Tochterunternehmen „rund um die Welt“ verfüge.

US-Präsidenten sind nicht verpflichtet, ihre privaten wirtschaftlichen Tätigkeiten während der Amtszeit ruhen zu lassen. Verboten ist es lediglich, aus dem Ausland Geschenke oder „Vergütungen“ anzunehmen.