Neue Gesetze sollen Steuerhinterziehung in Griechenland eindämmen
Athen (APA/dpa) - Im Kampf gegen Steuerhinterziehung setzt das griechische Finanzministerium künftig vor allem auf bargeldlose Zahlung. Ein ...
Athen (APA/dpa) - Im Kampf gegen Steuerhinterziehung setzt das griechische Finanzministerium künftig vor allem auf bargeldlose Zahlung. Ein Gesetzesentwurf, der am späten Montagabend in Übereinkunft mit den Gläubigern des Landes im Parlament eingebracht wurde, solle dafür Anreize schaffen, berichtete am Dienstag der griechische Fernsehsender Skai.
Nur wer seine Steuern per Karte oder Online-Banking bezahlt, kommt demnach von 2017 an in den Genuss des Steuergrundfreibetrags. Darüber hinaus sollen Beschäftigte künftig gezwungen werden, zwischen 10 und 30 Prozent ihrer Einkäufe nachweislich per Karte oder online zu bezahlen - andernfalls drohen Strafzahlungen. Jene, die mehr als 80 Prozent ihrer Einkäufe digital nachweisen können, sollen hingegen einen Steuererlass erhalten. Lediglich bei Pensionisten sieht der Entwurf Ausnahmen vor, um ältere Menschen schrittweise an die Karten- und Onlinezahlung heranzuführen.
Das Gesetzespaket enthält zudem den Aufruf, bisher unversteuerte Gelder bis zum 31. März des kommenden Jahres zu deklarieren und mit 40 bis 45 Prozent zu versteuern. Wer dem nicht nachkommt und erwischt wird, muss mit Steuersätzen von mehr als 60 Prozent rechnen.
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