Regierung beschloss Katastrophenhilfe für Irak, Libyen und Ukraine
Wien (APA) - Die Bundesregierung stellt zusätzliche 5,7 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für Hilfe im Irak, in Libyen und in...
Wien (APA) - Die Bundesregierung stellt zusätzliche 5,7 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für Hilfe im Irak, in Libyen und in der Ukraine zur Verfügung. Grund ist die „dramatische humanitäre Lage“ in den Ländern, wie es am Dienstag nach dem Ministerrat hieß.
2,2 Millionen gehen an das UNO-Flüchtlingshochkommissariat im Irak. 4.400 aus Mosul (Mossul) geflüchtete Familien können damit unterstützt werden. Eine zusätzliche Million erhält das dortige Internationale Rote Kreuz, das mit dem Geld mehr als 41.000 Personen betreuen kann. In Libyen werden 500.000 Euro für Minenräumaktionen der Vereinten Nationen zur Verfügung gestellt, womit die Rückkehr von 160.000 Binnenvertriebenen erleichtert wird.
In der Ukraine gehen eine Million an das Rote Kreuz. 57.000 Menschen können so mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Eine weitere Million bekommen heimische Nicht-Regierungsorganisationen für die Gesundheitsversorgung in der Ostukraine. Damit können 700 Patienten sechs Monate lang mit Medikamenten und Essen unterstützt werden.
„Hilfe vor Ort ist uns ein besonderes Anliegen. Sie stellt zudem ein wichtiges Element zur Bewältigung der Flüchtlingskrise dar“, erklärte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zu den Maßnahmen in einer Aussendung.
Österreich hat 2016 insgesamt 55 Millionen Euro für humanitäre Hilfe aufgewandt. Mit diesen Mitteln können laut Angaben des Außenministeriums 2,3 Millionen Menschen unterstützt beziehungsweise deren Grundversorgung etwa im Gesundheitsbereich sichergestellt werden. Zugleich wies der Außenminister darauf hin, dass neben der Vervierfachung der Mittel für den Auslandskatastrophenfonds auf 20 Mio. Euro auch die Mittel für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit bis 2021 auf 154 Mio. Euro verdoppelt werden.
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