VW-Skandal: Abgas-U-Ausschuss will Vertreter der Autobranche befragen
Berlin (APA/dpa) - Der Abgas-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags will im neuen Jahr die Rolle der Autobranche beleuchten. Im Jän...
Berlin (APA/dpa) - Der Abgas-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags will im neuen Jahr die Rolle der Autobranche beleuchten. Im Jänner sollen voraussichtlich Vertreter von Volkswagen, Opel, Audi, des Zulieferers Bosch und des Verbands der Automobilindustrie befragt werden, wie der Ausschuss-Vorsitzende Herbert Behrens (Linke) heute, Dienstag, in Berlin sagte.
Dabei soll es unter anderem darum gehen, inwiefern die Branche bei der Festlegung von Grenzwerten und Prüfverfahren über die übliche Beteiligung hinaus auf politische Entscheidungen eingewirkt habe.
An diesem Donnerstag will der Ausschuss den deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) als Zeugen vernehmen. Sie sollen zu ihrer früheren Tätigkeit als Chefs des Umweltressorts, aber auch in ihren jetzigen Funktionen befragt werden. Auch die amtierende Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist geladen. Geklärt werden solle unter anderem das Zusammenwirken des Umweltministeriums mit dem Verkehrsministerium, sagte Behrens.
Nach den bisherigen Sitzungen und 50 Stunden Zeugenanhörungen hätten Regierung und Behörden den Eindruck eines Handelns nach dem Motto „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“ vermittelt, kritisierte der Linke-Politiker. Auf Hinweise zu Unregelmäßigkeiten bei Abgaswerten sei unangemessen reagiert worden.
Der von der Opposition beantragte Ausschuss soll klären, was die deutsche Regierung seit 2007 in Bezug auf Abgasregeln unternommen hat und wann sie von Manipulationen erfuhr. Volkswagen hatte eine verbotene Software eingesetzt, was 2015 in den USA aufflog und zum Dieselskandal führte. Voraussichtlich im März soll auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Zeugin befragt werden.
~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA268 2016-12-13/12:21
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