Deutsche Bahn - Brexit und Güterbahn-Krise verdunkeln Geschäft 2017
Berlin (APA/Reuters) - Die Dauerkrise im Güterverkehr und das Brexit-Votum der Briten machen die Deutsche Bahn für 2017 pessimistischer. Der...
Berlin (APA/Reuters) - Die Dauerkrise im Güterverkehr und das Brexit-Votum der Briten machen die Deutsche Bahn für 2017 pessimistischer. Der Staatskonzern rechnet daher mit weniger Gewinn als zuletzt und erwartet vor allem beim Umsatz weit geringere Steigerungen, wie aktuelle Planzahlen zeigen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlagen.
So soll der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) 2017 auf 2,15 Mrd. Euro steigen, nachdem zuletzt noch mit 2,2 Mrd. Euro gerechnet wurde. Beim Umsatz wird sogar nur noch mit 42 Mrd. Euro kalkuliert, das sind um rund 2 Mrd. Euro weniger als noch vor einem Jahr angepeilt. Hauptgrund ist die britische Tochter Arriva, die im Zuge des geplanten Ausstiegs des Landes aus der EU auch unter dem Kursverfall des Pfund leidet. Ferner wird die Güterbahn erneut deutlich unter Plan fahren.
Heuer soll dagegen der Betriebsgewinn dank eines harten Sparkurses mit gut 1,9 Mrd. Euro rund 100 Millionen höher ausfallen als bisher angestrebt. Der Umsatz jedoch wird den Unterlagen zufolge mit knapp 41 Mrd. Euro die Planung um 1,7 Mrd. Euro verfehlen. Für vergangenes Jahr hatte die Deutsche Bahn vor allem wegen Abschreibungen im Güterverkehr-Geschäft einen Netto-Verlust von über einer Milliarde Euro ausgewiesen.
Ein Bahn-Sprecher sagte, zu internen Planungszahlen äußere sich das Unternehmen nicht.
~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA310 2016-12-13/12:57
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