Politik in Kürze

Ärzte lehnen Gesetzesentwurf ab

Symbolbild
© Wodicka

Die Tiroler Ärztekammer hat in einem Brief an alle Spitalsärzte des Landes ihr Misstrauen gegenüber der Führung der tirol kliniken zum Ausdr...

Die Tiroler Ärztekammer hat in einem Brief an alle Spitalsärzte des Landes ihr Misstrauen gegenüber der Führung der tirol kliniken zum Ausdruck gebracht. Außerdem würden alle Verhandlungspartner den vorliegenden Gesetzesentwurf von ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg zur Neuregelung der Ärztegehälter ablehnen. Letztes Jahr hatten die Ärztevertreter der Landesregierung Gehaltserhöhungen und Besserstellungen in den Verträgen abgetrotzt. Diese würden aber nicht richtig im Entwurf umgesetzt, kritisieren Renate Larndorfer von der ARGE Klinikärzte und Ludwig Gruber, Sprecher der Spitalsärzte in der Ärztekammer. Die Ärzte schlagen nun vor, auch für 2017 eine Übergangslösung vorzusehen. Das Verhandlungsergebnis vom Sommer sehr wohl im Entwurf berücksichtigt sieht Gesundheitslandesrat Tilg. „Dazu gibt es derzeit laufende und vertiefende Gesprächsrunden zu konkreten Umsetzungsschritten. Beispielsweise welche Aspekte im Gesetz, in Betriebsvereinbarungen bzw. in Verträgen implementiert werden.“

Die Wirtschaftskammer hat die beiden Qualitätsinitiativen „Qualitäts-Handwerk Tirol“ und „Tirol Q-Gesundheitswirtschaft“ geschaffen. „Das Land begrüßt diese Maßnahmen sehr, und deshalb unterstützen wir sie auch finanziell“, sagt Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP). Während die Handwerksbetriebe ein Angebot für individuelle, professionelle Beratung vor Ort oder Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erhalten, werden im Rahmen von „Tirol Q-Gesundheitswirtschaft“ derzeit 67 Betriebe nach konkreten Kriterien zertifiziert und mit dem Gütesiegel „Tirol Q“ ausgezeichnet.

Seit 2013 besteht eine Vereinbarung zwischen der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ÖHT und dem Land Tirol mit dem Förderschwerpunkt „Übernehmerinitiative“. Diese wird nun um zwei Jahre verlängert. „Die Unterstützung ist eine besondere Hilfestellung für Tourismusbetriebe, die aufgrund von Übernahmen notwendige Investitionen in die Qualitätsverbesserung tätigen müssen“, erklärt Tourismusreferent LH Günther Platter. Dabei übernimmt das Land für zehn Jahre die Zinsen, die für den ÖHT-Kredit anfallen. (aheu, TT)