EVN erwartet 2016/17 stabile Entwicklung

Wien/Maria Enzersdorf (APA) - Die EVN erwartet für 2016/17 weiter eine stabile Konzernentwicklung. „Das beginnt bei den Kennzahlen und wird ...

Wien/Maria Enzersdorf (APA) - Die EVN erwartet für 2016/17 weiter eine stabile Konzernentwicklung. „Das beginnt bei den Kennzahlen und wird sich bis zu einer Kontinuität bei der Dividende erstrecken“, sagte Unternehmenschef Peter Layr am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz. Die Versorgungssicherheit für die Kunden werde gewährleistet.

Die wirtschaftliche Kraft werde es ermöglichen, ein hohes Investitionsprogramm zu fahren, eine attraktive Dividende zu zahlen und die Nettoverschuldung weiter zu reduzieren. Was die Temperaturen anbelangt, sei der Start in das neue Geschäftsjahr gut gewesen. Es gebe allerdings auch einige Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen könnten, wie etwa laufende Schiedsverfahren.

Das 1 Mrd. Euro schwere vierjährige Investitionsprogramm in Niederösterreich wird im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen. Investiert werde vor allem in Netze, auf die mit 700 Mio. Euro der größte Teil des Programms entfällt, sowie in Erneuerbare Energie und Trinkwasserversorgung. Es seien auch in den Folgejahren namhafte Investitionsmittel vorgesehen.

Die thermischen Kraftwerke werden für die Stabilisierung der Stromnetze in Österreich und Deutschland eingesetzt. Die Nachfrage nach einem überregionalen Leistungsaustausch sei gestiegen. Für die Winter 2016/17 und 2017/18 haben die Niederösterreicher einen Vertrag mit dem deutschen Netzbetreiber Tennet über die Bereitstellung von Kapazitäten zur Stabilisierung der Netze im süddeutschen Raum abgeschlossen. Im vergangenen Winter seien die EVN-Kraftwerke jeden zweiten Tag im Einsatz für die Stabilisierung der Stromnetze gewesen, im heurigen Oktober und November bereits 130 Mal, sagte Layr.

Zur Diskussion um die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone wies Layr darauf hin, dass Österreich grundsätzlich in der Lage sei, fast jeden Engpass Richtung Deutschland zu bewirtschaften. Er sprach sich dafür aus, weiterhin Redispatch zu machen, damit die Preise zwischen Österreich und Deutschland nicht auseinanderliefen.

Die Stromerzeugung wuchs im Geschäftsjahr 2015/16 um ein Fünftel. Bei den Erneuerbaren gab es trotz gestiegener Kapazitäten wegen eines geringeren Winddargebots und Wasserangebots einen Rückgang um 3,8 Prozent. Die installierte Windkraft-Kapazität der EVN lag per Ende September 2016 bei 268 Megawatt. Mittelfristiges Ziel ist ein Ausbau auf mehr als 300 MW. Bei der Trinkwasserversorgung sind die Investitionsschwerpunkte der Ausbau der überregionalen Leitungen, Kapazitätssteigerungen der Pumpwerke sowie Naturfilteranlagen zur Reduktion der Wasserhärte.

In Südosteuropa schreite die Entwicklung planmäßig voran. Die schrittweise Liberalisierung des Strommarkts sei in Umsetzung, vorerst am Großhandelsmarkt. In Bulgarien ist es laut Layr gelungen, den Stromdiebstahl zu reduzieren. Auch in Mazedonien sei die EVN diesbezüglich auf einem guten Weg. Fortschritte gebe es auch bei der Einbringung der Stromrechnungen. Das internationale Investitionsschutzverfahren gegen Bulgarien werde weiter verfolgt.

Im Umweltbereich seien je zwei Abwasserprojekte in Polen und Rumänien sowie eines in Rumänien abgeschlossen worden. An Neuaufträgen in diesem Segment erhielt die EVN im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Abwasserprojekte in Mazedonien und eines in Kroatien. Sechs Abwasserprojekte sind in Errichtung.

~ ISIN AT0000741053 WEB http://www.evn.at ~ APA380 2016-12-13/14:16