Steinmeier: Syrien-Krieg nach Fall von Aleppo nicht zu Ende
Aleppo/Berlin (APA/dpa) - Der Syrien-Krieg ist nach Einschätzung von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier auch nach einer Erob...
Aleppo/Berlin (APA/dpa) - Der Syrien-Krieg ist nach Einschätzung von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier auch nach einer Eroberung aller Rebellengebiete in Aleppo durch Regierungstruppen längst nicht beendet. „Auch Russland sollte nicht die Illusion haben, dass mit dem Fall von Aleppo der Krieg zu Ende geht“, sagte Steinmeier am Dienstag in Berlin.
Er werde an anderen Orten in Syrien fortgeführt werden, mit einer Kombination aus militärischer Konfrontation und terroristischen Attentaten. Steinmeier rief die syrische Regierung dazu auf, Kämpfer auf Rebellenseite und Zivilisten aus Ost-Aleppo ziehen zu lassen und nicht in Gefängnisse oder Lager zu stecken. „Es muss jetzt die Möglichkeit geben, für die Leute, die es in der Hölle von Ost-Aleppo nicht mehr aushalten, einen Ausweg zu finden.“
Syrische Pro-Regierungstruppen haben nach UN-Angaben bei ihrer Offensive in Ost-Aleppo mindestens 82 Zivilisten getötet. Zudem seien zahlreiche Zivilisten inhaftiert worden.
In der umkämpften nordsyrischen Stadt stehen die Rebellen kurz vor einer Niederlage. Im Osten der Stadt kontrollieren sie nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte nur noch knapp drei Prozent ihres bisherigen Einflussgebietes.
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