US-Börsen zur Eröffnung im Plus

New York (APA) - Die New Yorker Aktienmärkte sind heute, Dienstag, etwas höher in den Handel gestartet. Gegen 15.55 Uhr gewann der Dow Jones...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienmärkte sind heute, Dienstag, etwas höher in den Handel gestartet. Gegen 15.55 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index um 94,31 Einheiten oder 0,48 Prozent auf 19.890,74 Zähler. Der S&P-500 Index kletterte um 12,34 Punkte oder 0,55 Prozent auf 2.269,30 Zähler. Der Nasdaq Composite Index stieg 52,24 Punkte oder 0,97 Prozent auf 5.464,78 Einheiten.

Somit präsentiert sich die Wall Street im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed weiter freundlich gestimmt. Das vergleichsweise moderate Zögern der Anleger liegt Börsianern zufolge unter anderem daran, dass beim morgigen Zinsentscheid die erste Erhöhung seit einem Jahr als nahezu fix gilt. Investoren erwarten eine Erhöhung des Leitzinses durch die Fed um 25 Basispunkte auf 0,5 bis 0,75 Prozent.

Vor dieser vermeintlichen Gewissheit rücken vor allem die Zinserhöhungen im kommenden Jahr in den Mittelpunkt. Der Markt erhoffe sich Signale darauf, dass die Fed es weiterhin mit Zinsschritten eher vorsichtig angehen lasse, schrieb Mike van Dulken von Accendo Markets. Insbesondere, da die steigenden Ölpreise und die vom designierten US-Präsidenten Donald Trump versprochenen Steuersenkungen die Inflation anheizen dürften, könnte die Fed 2017 bald wieder an der Zinsschraube drehen, erwarten Experten.

Neben bald wieder höheren Zinsen, welche für die US-Banken folglich höhere Einnahmequellen darstellen, kamen in der Nacht auf Dienstag noch weitere positive Nachrichten von der Fed für die Bankbranche des Landes: Die US-Notenbank gewährt den Banken der USA weitere fünf Jahre Zeit zur Umsetzung von Finanzmarktreformen. Die Fed gab die Bedingungen bekannt, zu denen die US-Banken einen entsprechenden Aufschub beantragen können. Bereits im Sommer wurde vom Lobbydruck der Geldhäuser berichtet, um die sogenannte Volcker-Regel zu erfüllen. Diese soll dazu führen, dass Banken ihren Eigenhandel beschränken und damit riskanten Finanzwetten aus dem Weg gehen. Die Regeln waren nach der Finanzkrise 2007-2009 entwickelt worden.

Doch die Finanzbranche zeigte sich im New Yorker Frühhandel als schwächster Sektor, sie gab 0,71 Prozent ab. Am besten lief der Sitzungsbeginn hingegen für Versorger, die 0,64 Prozent zulegten.

Unter den Einzelwerten rückten die Papiere von 3M in den Fokus, sie waren mit minus 1,03 Prozent schwächster der lediglich drei Kursverlierer im Dow Jones. Der Mischkonzern hatte die Anleger mit seinem Konzernausblick für das kommende Jahr enttäuscht. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern bereits stagnierende Umsätze, auch die Gewinnspanne grenzte er ein.

Monsanto legten 0,46 Prozent zu. Die Monsanto-Aktionäre stimmten dem insgesamt rund 66 Mrd. US-Dollar schweren Übernahmegebot des deutschen Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer zu. Das Votum fiel mit 99 Prozent deutlich aus.

Donald Trump arbeitet unterdessen weiter an der Aufstellung seiner Regierungsmannschaft und hat den amtierenden Vorstandschef des Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, als Außenminister nominiert. Begleitet vom aktuellen Höhenflug der Ölpreise zogen Exxon-Papiere um 0,45 Prozent an, Papiere des Konkurrenten Chevron verteuerten sich um 0,51 Prozent.

In den Hintergrund rückte, dass die Preise für in die USA importierte Güter im November überraschend gesunken sind. Nach Zahlen des US-Handelsministeriums gingen die Einfuhrpreise zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent zurück. Analysten hatten eine Stagnation erwartet.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA486 2016-12-13/16:06